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Healthcare-Barometer 2021 Perspektivwechsel durch Pandemie: Bestnoten für das Gesundheitssystem

Durch Corona lernen die Deutschen ihr Gesundheitssystem wieder mehr zu schätzen. Die Zufriedenheit mit dem Gesundheitswesen ist während der Pandemie um 20 Prozent gestiegen, auch das Image von Krankenhäusern hat sich verbessert. Das ergab das Healthcare-Barometer 2021.

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Die Stärke des deutschen Gesundheitssystems zeigt sich in der Krise. Nach knapp einem Jahr Covid-19-Pandemie haben die Bürger dessen Leistungsfähigkeit neu zu schätzen gelernt: 72 Prozent zählen es zu den drei besten der Welt. Vor einem Jahr bewerteten die Deutschen ihr Gesundheitswesen noch deutlich skeptischer – für lediglich 52 Prozent gehörte es zu den Top-Drei-Systemen weltweit.

Von diesem neuen Vertrauen profitieren insbesondere Krankenhäuser und Pharmakonzerne, deren während der Corona-Krise wesentlich verbessert hat. Das sind zentrale Ergebnisse des "Healthcare-Barometers 2021", einer repräsentativen Befragung der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC unter 1.000 Bürgern, die bereits zum siebten Mal veröffentlicht wird und damit Trendvergleiche ermöglicht.

Pandemie schärft Blick für Stärken und Schwächen des Gesundheitssystems

"Der sprunghafte Anstieg um zwanzig Prozent belegt, wie sehr die Bürger wertschätzen, dass Deutschland – im Unterschied zu vielen anderen europäischen Ländern – bislang vergleichsweise glimpflich durch die Krise gekommen ist", sagt Michael Burkhart, Leiter des Bereichs Gesundheitswirtschaft bei PwC. "Die Covid-19-Pandemie schärft den Blick auf die Stärken und Schwächen unseres Gesundheitssystems. Gerade in der Intensivmedizin ist Deutschland gut aufgestellt und erleidet bisher keine Engpässe wie zahlreiche andere Länder. Gleichzeitig werden aber auch Schwachstellen offenkundig, etwa die Folgen des enormen Fachkräftemangels in der Pflege."

Gesundheit sollte vor wirtschaftlichen Interessen stehen

Eine gute Gesundheitsversorgung ist für Bürger ein hoher Wert. Im Kampf gegen das Coronavirus finden daher zwei Drittel, dass der Gesundheitsschutz Vorrang vor wirtschaftlichen Interessen haben sollte. Dieser Wert steigt mit dem Alter: Während der Aussage 70 Prozent der über 55-Jährigen zustimmen, sind es unter den 18- bis 34-Jährigen nur 59 Prozent. "Unsere Studie zeigt, dass Gesundheit für die meisten Deutschen oberste Priorität hat, auch wenn die Angst vor wirtschaftlichem Abschwung natürlich da und berechtigt ist", sagt Burkhart.

Image von Krankenhäusern hat sich deutlich verbessert

Einen wesentlichen Beitrag zur Bekämpfung der Covid19-Pandemie leisten Krankenhäuser. Auch das erkennen die Bürger an – denn das Image von Kliniken hat sich im Krisenjahr deutlich verbessert. Während in der Vorjahresbefragung ebenso wie in den früheren Studien etwa jeder zweite Deutsche die Versorgung in deutschen Kliniken als gut oder sehr gut bewertet, sind es aktuell nahezu drei Viertel der Befragten. "Bei der positiven Bewertung von Krankenhäusern spielt sicher auch eine Rolle, dass die mediale Berichterstattung während der Pandemie den Bürgern erstmalig einen Einblick in die Krankenhauslandschaft anderer Länder und damit einen Vergleich ermöglicht", erklärt Burkhart.

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