Investment Healthcare-Aktien lohnen sich

Mit Healthcare-Aktien kann man deutliche Überrenditen erwirtschaften. Das hat eine Studie von Prof. Dr. Gregor Dorfleitner bestätigt. Das gelte nicht nur für Deutschland, sondern weltweit. Vor allem Pharmaceuticals und asiatische Helthcare-Titel sollen die Performance nach oben treiben.

Die höchsten Renditen mit Healthcare-Aktien können in Asien erzielt werden. – © iStock über Lacuna AG

Aufgrund der demographischen Entwicklung sehen viele Experten die Gesundheitsbranche als Wachstumsmarkt. Auch die Lacuna AG, die mit dem Lacuna BB Adamant Global Healthcare und dem Lacuna BB Adamant Asia Pacific Health zwei Fonds auf diesem Sektor anbietet, ist vom hohen Outperformance-Potenzial dieses Marktes überzeugt. Eine wissenschaftliche Studie von Prof. Dr. Gregor Dorfleitner bestätigt jetzt, dass sich mit Healthcare-Aktien deutliche Überrenditen erwirtschaften lassen sollen. Vor allem in Bullen-Phasen werde die Benchmark deutlich geschlagen. Das überrasche besonders, da der Gesundheitsmarkt generell als defensives Investment gilt.

Mehr als vier Prozent möglich

Die unabhängige wissenschaftliche Studie stammt von Prof. Dorfleitner, Leiter des Lehrstuhls für Finanzierung an der Universität Regensburg und Aufsichtsratsvorsitzender der Lacuna AG. Er untersuchte die risikoadjustierte Performance internationaler Healthcare-Aktien im Zeitraum von 2000 bis 2015. Neben verschiedenen Regionen wurden auch die Sub-Branchen sowie der Einfluss von Währungen und Marktphasen erforscht. „In der Arbeit wird festgestellt, dass es tatsächlich möglich ist, Überrenditen mit einem weltweiten Healthcare-Investment zu erzielen“, erläutert Ingo Grabowsky, Vertriebsdirektor der Lacuna AG. Demnach können sowohl USD- als auch EUR-Investoren mit weltweiten Gesundheitstiteln von deutlichen Überrenditen von mehr als vier Prozent p.a. profitieren. Vor allem Pharmaceuticals und asiatische Healthcare-Titel treiben die Performance, was aber nicht heiße, dass andere Regionen oder Sektoren zu vernachlässigen wären.

Über die Studie

Die Performanceuntersuchung sei bei der Analyse nach einem stringent wissenschaftlichen Ansatz erfolgt, der weit über die klassische Benchmarkmethode hinausgehe. Mithilfe des von Nobelpreisträger William Sharpe 1990 entwickelten „Capital Asset Pricing Model“ (CAPM) wurde das mit der Aktie übernommene Risiko ermittelt. Darüber hinaus berücksichtigt die Studie drei weitere Einflussfaktoren:

  • Size-Effekte, aufgrund derer sich Titel kleinerer Unternehmen besser entwickeln als die größerer Unternehmen,
  • Value-Effekte bei Unternehmen, die stärker performen, weil ihr Buchwert deutlich höher ist als ihr Marktwert und
  • den Momentum-Effekt, der besagt, dass Aktien mit höherer Performance im vergangenen Jahr besser abschneiden als Aktien mit schlechterer Performance im vergangenen Jahr.

Mehr Rendite in Asien

Das im Untersuchungszeitraum von 2000 bis 2015 berücksichtigte Portfolio umfasse alle in diesem Zeitfenster existierenden Healthcare-Aktien gemäß Reuter Industry Code. Auch Unternehmen, die in diesem Zeitraum scheiterten, blieben im Portfolio, um verfälschte Ergebnisse aufgrund des sogenannten „Survivorship Bias“ zu vermeiden. Das innerhalb einer ersten Untersuchung erstellte Portfolio war nach dieser Methodik in US-Dollar investiert und enthielt nach Marktkapitalisierung gewichtete Titel. Es erwirtschaftete im 15-jährigen Forschungszeitraum in den Regionen Amerika, Europa, Asien, Australien eine signifikante Überrendite von 4,32 Prozent. In Asien konnte sogar eine Überrendite von sechs Prozent erzielt werden. Praktisch die gesamte Überperformance mit pro Jahr 5,64 Prozent fand in steigenden Märkten statt. Währungen haben der Studie zufolge zwar einen gewissen Einfluss auf die Performance des Portfolios. Aber auch für Euro-Investoren ergaben sich unterm Strich vergleichbare Renditen.