Health&Care Aktuell -

HCM-Leser fragen, Dr. Veit antwortet

Als HCM-Leser hatten Sie die Möglichkeit uns Ihre Fragen an den Leiter des IQTIGs, Dr. Christof Veit zu schicken. Wir haben eine Auswahl mit nach der Berlin genommen und diese stellvertretend gestellt – hier kommen die Antworten.

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Prof. Dr. rer. pol. Gerhard F. Riegl, Leiter des Instituts für Management im Gesundheitsdienst: Wie werden die allgegenwärtige Emotionalität und die typischen Bauchentscheidungen von Patienten bei deren Qualitätsbeurteilungen im Gesundheitssektor berücksichtigt?

Dr. Veit: Wir sind dabei, Patientenerfahrungen miteinzubeziehen. Zufriedenheitsaspekte spielen dabei keine Rolle, weil sie sehr unterschiedlich gehandhabt werden, das ist z.B. auch regional unterschiedlich. Deswegen sind Zufriedenheitsfragen im Vergleich nicht belastbar genug. Konkrete Erfahrungen wie Wartezeiten sind dagegen belastbar – das hat die Wissenschaft gezeigt.

Dr. Hansjörg Wellmer, Ministerialrat a.D.: Kann das IQTIG zu Präventionskonzepten des Diabetes Beiträge leisten, v.a. im Wege der Beratung bei der Planung, Durchführung und wissenschaftlichen Begleitung von Modellvorhaben in allen dafür in Frage kommenden Bereichen des Gesundheitswesens?

Dr. Veit: Der Aufgabenbereich des IQTIG ist sehr groß, aber das Gesundheitswesen ist noch viel größer. Für den Bereich der Prävention, den ich für sehr wichtig halte, haben wir aber keinen Auftrag. Wir haben den Auftrag nach § 136 SGB V und dort ist das kein Bestandteil. Für Diabetes gibt es aber bereits z.B. Diseasemanagementprojekte (DMP). Es ist sehr wichtig, dass noch mehr für die Prävention getan wird.

Dr. Tobias Weimer, Fachanwalt für Medizinrecht, Kanzlei Weimer | Bork: Für Juristen stellt sich die Frage der Justiziabilität von Qualitätskriterien. Krankenhausträger werden Messmethodik und Qualitätskriterien anzweifeln. Bei der Standard-Mortality-Rate wird eine exakte Genauigkeit kaum von der Risikoadjustierung erwartet werden dürfen, oder?

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