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Energiespar-Contracting im Klinikum Bremerhaven-Reinkenheide Hauptleistungsphase nach zwölf Jahren erfolgreich abgeschlossen

Für das gemeinsame Energiespar-Contracting-Projekt von Siemens und der Klinikum Bremerhaven-Reinkenheide gGmbH endete nach zwölf Jahren im Mai 2019 die vertraglich vereinbarte Hauptleistungsphase.

Topic channels: Energie und Nachhaltigkeit

Insgesamt konnte das städtische Krankenhaus der Seestadt Klinikum Bremerhaven-Reinkenheide in dieser Zeit rund 12,5 Millionen Euro Energiekosten und über 42.400 Tonnen Kohlendioxid (CO2) einsparen. „Die realisierten Einsparungen haben unsere Erwartungen und auch die Prognosen von Siemens weit übertroffen“, erklärt Jürgen Breuer, Leiter Technik und Bau des Klinikums. „Durch kontinuierliche Optimierung im Rahmen des Contracting wurden die jährlichen Einsparungen auf 40 Prozent gegenüber der Ausgangsbasis gesteigert. Gleichzeitig haben wir unseren Ausstoß an klimaschädlichem CO2 drastisch reduziert.“

Ergebnisse übertreffen Erwartungen

Konkret konnte z.B. durch die Erneuerung der Klimazentralen der Stromverbrauch der Klima- und Lüftungsanlagen auf ein Drittel des Ursprungswerts gesenkt werden, der Wärmeverbrauch sogar um über 80 Prozent. Nicht zuletzt leistet das Klinikum durch die realisierten Maßnahmen und die daraus resultierenden CO2-Einsparungen einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz, der bereits im Juni 2008 vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) mit dem Siegel „Energiesparendes Krankenhaus“ gewürdigt wurde.

Das Klinikum Bremerhaven-Reinkenheide, ein Haus der Maximalversorgung mit heute 723 Betten, wurde 1976 eröffnet. Als nach knapp dreißig Betriebsjahren die gebäudetechnischen Anlagen nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik entsprachen, entschied sich die Klinikleitung 2004 für eine energetische Modernisierung im Rahmen eines Energiespar-Contracting. Im Zuge einer Ausschreibung wurde Siemens als Anbieter mit dem überzeugendsten Gesamtkonzept identifiziert. Die Vergleichsbasis dafür bildeten jährliche Netto-Energiekosten von ursprünglich 2,46 Millionen Euro. Der Contractor übernahm die erforderlichen Erstinvestitionen in energiesparende Maßnahmen von 9,23 Millionen Euro. Diese wurden durch die erzielten und vertraglich garantierten Einsparungen bei den Energiekosten refinanziert.

Im Einzelnen hat Siemens während der Umbauphase im Jahr 2006 u.a. die Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen, die Gebäudeleittechnik, die sichere Stromversorgung sowie die Steril- und Küchentechnik modernisiert oder vollständig erneuert. Insgesamt wurden rund 120 Einzelmaßnahmen umgesetzt und ein Energiedatenmanagement mit über einhundert Zählern aufgebaut.

Langjährige Energiepartnerschaft wird weitergeführt

Aus der Beauftragung entwickelte sich eine langjährige Energiepartnerschaft zwischen Contractor und der Klinikverwaltung. „In all den Jahren konnten wir uns immer auf Siemens verlassen. Insbesondere konnten wir im Rahmen eines regelmäßigen Erfahrungsaustauschs und bei Schulungen immer wieder neue Einsparpotenziale ermitteln und umsetzen“, resümiert Breuer.

Unter anderem wird über das Lastmanagement der Gebäudeleittechnik Desigo die Lastspitze beim Strom in die Nebenzeiten verschoben. Somit wird das Stromnetz im Hochlastzeitfenster entlastet und ein Beitrag zur Energiewende geleistet. Darüber hinaus werden etwa 50.000 Euro Leistungskosten im Jahr gespart. Deshalb wird diese Zusammenarbeit auch nach Ablauf der vereinbarten Hauptleistungsphase fortgeführt.

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