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bvitg Handlungsbedarf bei Gesundheitsdaten

Der Bundesverband Gesundheits-IT – bvitg e.V. beleuchtet in einem Positionspapier drei wichtige Handlungsfelder, deren Umsetzung die Grundvoraussetzung für eine innovative, intelligente und sichere Datennutzung innerhalb des Gesundheitssystems ist.

"Eine vernetzte und individualisierte Patientenversorgung durch entsprechende Verfügbarkeit und Nutzbarkeit der Gesundheitsdaten ist in Deutschland derzeit nur eingeschränkt realisierbar. Viele Versorgungsprozesse sind immer noch papiergebunden. Zudem stehen fehlende verbindliche, einheitliche syntaktische und semantische Standards, eine heterogene Datenschutzregulierung auf Bundes- und Landesebene sowie fehlende Leitplanken zur Anonymisierung und Pseudonymisierung einer innovativen Datennutzung diametral entgegen“, erklärt Sebastian Zilch, Geschäftsführer des bvitg, die aktuelle Situation.

Durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) und Big-Data-Analysen haben digitale Anwendungen ein hohes Potential, Diagnostik und Therapien im Gesundheitswesen zu verbessern. Dafür bedarf es einer digitalisierten und datenbasierten Gesundheitsversorgung, die laut bvitg das schnelle Zusammenführen und Auswerten von heterogenen Gesundheitsdaten ermöglicht.

Die führenden Hersteller von IT-Lösungen im Gesundheitswesen empfehlen ein dreiteiliges Vorgehen zum Heben der Potenziale.

  • Im ersten Schritt gilt es durch die Digitalisierung der Versorgungsprozesse sowie der Schaffung einer einheitlichen Rechtsgrundlage die Daten im Gesundheitssystem erfassbar zu machen.
  • Des Weiteren sind für eine „gesellschaftlich erwünschte“ Nutzung der Daten einheitliche rechtliche Rahmenbedingungen unerlässlich. Das gilt besonders im Hinblick auf die Pseudonymisierung von Daten für forschungsrelevante Inhalte.
  • Damit ein sektor- und länderübergreifender Datenaustausch im nationalen sowie europäischen Kontext möglich wird, bedarf es syntaktischer und semantischer Interoperabilität. Dies wird gewährleistet, indem Datenstrukturen anhand von international anerkannten Standards verbindlich festgelegt und formuliert werden.
 Das gesamte Positionspapier „Verbesserte Patientenversorgung braucht zukunftsorientierte Datennutzung“ ist auf der Website des bvitg einsehbar. 
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