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Neubau Grundstein auf dem neuen Medizincampus an der Universität Augsburg ist gelegt

Auf dem künftigen Medizincampus der Universität Augsburg wurde der Grundstein für die ersten beiden Gebäude gelegt. Das Lehrgebäude und das Institut für Theoretische Medizin sollen ab 2024 die ersten Gebäude auf dem insgesamt 78.000 m² großen Areal direkt beim Universitätsklinikum Augsburg sein.

Nach mehr als zehnjähriger Planung nimmt der Bau des neuen Universitäts-Medizincampus in Augsburg konkrete Formen an. Bayerns Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) hat am Freitag den Grundstein für die ersten beiden Gebäude gelegt, die 2024 bezugsfertig sein sollen. "Mit dem Medizincampus schaffen wir in Augsburg hervorragende Voraussetzungen für eine enge Verzahnung von Theorie und Praxis im Medizinstudium", betonte Sibler. So würden auch die Medizinstudienplätze ausgebaut.

Es handelt sich um ein Lehrgebäude, das 6.400 m2 groß werden soll. Darin wird künftig auch die Bibliothek untergebracht. Das zweite 8.800 m2 große Haus wird das Institut für Theoretische Medizin beherbergen.

Grundstein mit Zeitkapsel

"Mit der feierlichen Grundsteinlegung der ersten beiden Gebäude geben wir nun ganz offiziell den Startschuss zu den Bauarbeiten am neuen Medizincampus der Universität Augsburg", sagt Baudirektor Ulrich Blickle, Leiter des Staatlichen Bauamtes Augsburg, über die feierliche Zeremonie. "Dieses große Bauprojekt bildet erst den Anfang, weitere Gebäude auf dem Gelände werden folgen. Damit legen wir im wahrsten Sinne des Wortes den Grundstein für eine hochwertige Medizinausbildung in Augsburg", bekräftigt er.

Um künftigen Generationen einen Eindruck von der Aufbruchsstimmung rund um die Gründung der Medizinischen Fakultät in Augsburg und den Start der einzigartigen Baumaßnahme zu geben, wurde eine Zeitkapsel im Grundstein versenkt (siehe Bild). Darin liegen u.a. Gebäudepläne, ein Satz aktueller Münzen, eine Tageszeitung und einige Proben aus den vorklinischen Studienfächern.

Zur Entwicklung

Die Stadt Augsburg hatte Jahrzehnte lang darauf gehofft, dass an der Augsburger Uni eine neue Medizinfakultät gegründet wird. Doch die Staatsregierung in München ließ Bayerns drittgrößte Stadt regelmäßig abblitzen. Erst im Jahr 2009 versprach der damalige bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU), eine Universitätsmedizin auch in Schwaben zu bauen.

In einem ersten Schritt wurde dafür das frühere kommunale Klinikum vom Freistaat übernommen und zu einer Uniklinik befördert. Rund um das Klinikum sollen nun die Lehr-, Forschungs- und Verwaltungsgebäude für die Fakultät entstehen. Die Universität habe sich dafür entschieden, den Medizincampus in direkter Nachbarschaft zum Klinikum zu bauen, um einen engen Austausch zwischen Fakultät und Krankenhaus zu ermöglichen, erklärte Unipräsidentin Professor Sabine Doering-Manteuffel.

Im Endausbau sollen dort Gebäude mit 37.000 m2 Nutzfläche stehen, in denen rund 100 Professoren etwa 1.500 Studenten unterrichten. Der Freistaat investiert eine dreistellige Millionensumme in das Projekt.

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