Umfrage Größere Furcht vor Klinikkeimen als vor Corona

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Corona-Pandemie und Hygiene

Laut einer Forsa-Umfrage ist das Vertrauen in die Klinikärzteschaft unter der deutschen Bevölkerung groß. Und trotz Corona haben mehr Menschen Angst davor, sich im Krankenhaus eine nosokomiale Infektion einzufangen als Sars-CoV-2.

Krankenhauskeime
Laut Forsa-Umfrage sehen die Befragten die größte Gefahr während des Krankenhausaufenthalts in Komplikationen durch Krankenhauskeime. – © sdecoret (stock.adobe.com)

Die Mehrheit der Deutschen fühlt sich in den Kliniken gut aufgehoben und vertraut der Ärzteschaft – sogar mehr als vor der Corona-Pandemie. Das ist das Ergebnis einer Forsa-Umfrage im Auftrag der KKH Kaufmännische Krankenkasse.  

79 Prozent der Deutschen vertrauen Klinikärzteschaft

Demnach haben 79 Prozent der Deutschen laut eigenem Bekunden Vertrauen in die Klinikärzteschaft, vor der Corona-Pandemie im Jahr 2019 waren es 68 Prozent. 19 Prozent der Befragten hegen aktuell jedoch Sorgen, würde ein stationärer Aufenthalt bevorstehen. Frauen und ältere Menschen äußern diese Ängste mehr als Männer oder jüngere Befragte. Fast die Hälfte begründet die Sorgen mit eigenen schlechten Erfahrungen, und mehr als jeder Dritte hat bereits Schlechtes gehört. 2019 hatten allerdings noch deutlich mehr Menschen (29 Prozent) Angst vor einem Klinikaufenthalt.

Angst vor Krankenhauskeimen

Die größte Gefahr wird laut der Umfrage darin gesehen, während des Aufenthalts Komplikationen durch Krankenhauskeime zu entwickeln (14 Prozent). Sich im Krankenhaus mit dem Coronavirus zu infizieren, ist nur für sieben Prozent aller Umfrageteilnehmenden ein Grund zur Sorge. Außerdem offenbart die Umfrage einer Mitteilung der KKH zufolge, dass zehn Prozent der Befragten Angst vor der Notwendigkeit einer erneuten Operation haben und neun Prozent Komplikationen bei der Narkose fürchten.

Die Umfrage

Forsa hat vom 27. Juli bis 12. August 2021 bundesweit 1.376 Personen im Alter von 18 bis 70 Jahren zum Thema Sorgen in Bezug auf einen Krankenhausaufenthalt repräsentativ befragt.