Datensicherheit -

Forschungsprojekt Gesundheitsdaten sicher austauschen mit Blockchain

Die elektronische Patientenakte sorgt für Bedenken beim Datenschutz. Das Forschungsprojekt BloG³ ermittelt in den nächsten drei Jahren, wie sich die Blockchain-Technologie für den sicheren Umgang mit Gesundheitsdaten nutzen lässt.

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Im Forschungsprojekt BloG³ (Blockchain-basiertes Gesundheitsmanagement) am FZI Forschungszentrum Informatik in Karlsruhe wird seit März 2020 ein Datenmanagementsystem für den intersektoralen Austausch von Gesundheitsdaten auf Basis von Blockchain-Technologie konzipiert und erprobt (was ist Blockchain?).

„Wir wollen den Patienten mehr Souveränität und Sicherheit über ihre durchaus hochsensiblen Daten geben. Sie sollen jederzeit selbst kontrollieren und steuern können, wem sie Einblick in ihre Gesundheitsdaten geben, wie umfangreich dieser ausfällt und ob sie diese Daten zu Forschungszwecken spenden wollen. Denn gerade für KI-basierte, personalisierte Behandlungsmöglichkeiten ist eine umfangreiche Datengrundlage essentiell“, so Prof. Wilhelm Stork, Direktor am FZI.

Man verspricht sich einen großen Nutzen für alle Parteien durch die Verwendung eines dezentralen Blockchain-Systems. In den nächsten drei Jahren werden die technischen, ökonomischen und juristischen Aspekte und Auswirkungen in einem realen Umfeld untersucht. Das System soll konkret anhand des Entlassmanagement und der Nachsorge von Onkologie-Patienten an der Charité in Berlin entwickelt werden.

Projektteam aus Gesundheitswesen, Forschung und Industrie

Zum Erreichen der Projektziele wurde ein interdisziplinäres Konsortium gebildet. Neben dem FZI als Projektinitiator und Konsortialführer besteht das Konsortium aus Vertretern des Gesundheitswesens (Charité Berlin, Pflegewerk Berlin), der Forschung (Freie Universität Berlin, Karlsruher Institut für Technologie) und der Industrie (C&S Computer und Software GmbH, nubedian GmbH, easierLife GmbH, CircularTree GmbH, ITK Engineering AG).

Start-ups und KMUs sorgen für Innovatiosschub

Gefördert wird das Projekt durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung und soll im Hinblick auf die Hightech-Strategie der Bundesregierung dazu beitragen, die Forschung von Mensch-Technik-Interaktion bei digitalen Plattformen zu stärken. Durch die Einbeziehung von kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU), sowie Start-ups soll der Transfer und die Nutzbarmachung der Technologie sichergestellt werden und zugleich ein Innovationsschub des deutschen Mittelstandes ermöglicht werden.

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