Versicherung -

Gesetzliche Krankenkassen: Defizit steigt trotz höherer Einnahmen

Die gesetzlichen Krankenkassen haben in den ersten drei Quartalen 2014 mehr Geld eingenommen als im Vorjahreszeitraum. Trotzdem reicht das Geld nicht. Den Kassen machen nicht nur die Prämienzahlungen zu schaffen.

150,1 Milliarden Euro haben die gesetzlichen Krankenversicherungen in den ersten drei Quartalen 2014 eingenommen. Das geht aus einer Veröffentlichung des Statistischen Bundesamtes hervor. Damit stiegen die Einnahmen im Vergleich zum Vorjahreszeit um drei Prozent, obwohl der Bund den Zuschuss an den Gesundheitsfonds zur pauschalen Abgeltung der Aufwendungen der Krankenkassen für gesamtwirtschaftliche Aufgaben weiter abgesenkt hat.

Trotz der höheren Einnahmen reichte das Geld nicht, um die Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung zu decken. Denn zeitgleich stiegen die Ausgaben der Kassen, so lagen die Belastungen der Kassen im Zeitraum von Januar bis September 2014 insgesamt bei 155,1 Milliarden Euro. Folglich wies die gesetzliche Krankenversicherung einschließlich Gesundheitsfonds im ersten bis dritten Quartal 2014 ein Finanzierungsdefizit von 5 Milliarden Euro auf. Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum hatte das Defizit laut Statistischem Bundesamt noch bei 1,1 Milliarden Euro gelegen.

So stark sind die Ausgaben der GKV gestiegen

Grund für das gestiegene Finanzierungsdefizit ist eine Erhöhung der Ausgaben um 5,7 Prozent. Diese ist dem Statistischen Bundesamt zufolge v.a. auf die Prämienzahlungen der gesetzlichen Krankenkassen, freiwillige Leistungen sowie stark gestiegene Arzneimittelausgaben zurückzuführen.

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