Agaplesion gAG Gertrudenstift wird „eingebettet“

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Das Gertrudenstift stellt die Weichen für die Zukunft und schließt sich mit dem christlichen Gesundheitskonzern Agaplesion zusammen. Damit ist das Stift zukünftig eingebettet in ein starkes Netzwerk mit einer großen Expertise im Bereich Wohnen und Pflegen.

Gertrudenstift Agaplesion
Agaplesion heißt das Gertrudenstift im Verbund willkommen. – © alexmillos (stock.adobe.com)

Das Gertrudenstift schlägt ein neues Kapitel auf: Der Verein und der christliche Gesundheitskonzern Agaplesion wollen den Weg künftig gemeinsam gehen. Hintergrund sind die finanziell herausfordernde Situation und Personalengpässe in der Baunataler Einrichtung Gertrudenstiftung, die sich in der Corona-Pandemie zugespitzt haben.

Die Rücknahme des Insolvenzantrags durch den Vorstand des Gertrudenstifts setzt der schwierigen Situation nun ein Ende. Alle Beteiligten profitieren von dieser Lösung, denn alle Arbeitsplätze sind gesichert und die ausstehenden Zahlungen können beglichen werden.

„Agaplesion steht für Christlichkeit, Wirtschaftlichkeit und großes Knowhow. Der Zusammenschluss ist der richtige Schritt und wir bleiben auch künftig mitverantwortlich für unsere Einrichtungen“, erklärt Armin Raatz, Vorsitzender des Evangelisch-Lutherischen Gertrudenstift e.V. Zum Gertrudenstift gehören eine Wohn- und Pflegeeinrichtung mit 99 Plätzen, die Bereiche „Junge Pflege“ und Betreutes Wohnen (27 Wohneinheiten) sowie zwei Kindertagesstätten (136 Plätze).

Nicht alle Bereiche können weitergeführt werden

Raatz bedankt sich ausdrücklich bei allen Mitarbeitenden, Bewohnenden und Angehörigen, weil ihnen die vergangenen Monate viel abverlangt haben. Er bedauert, dass die Phase F („Junge Pflege“) nicht aufrechterhalten werden kann. „Die Schließung ist ein schwerer Einschnitt“, betont Raatz. „Aber wir können den Bereich leider nicht mit der erforderlichen Qualität weiterführen.“ Darum unterstütze man die Bewohnenden und deren Angehörige bei der Suche nach neuen Heimplätzen, und prüfe zusammen mit Agaplesion Übernahmemöglichkeiten für die Mitarbeitenden.

Sicherheit und Perspektive

Jörg Marx, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Agaplesion gAG, erklärt: „Das Gertrudenstift ist ein wichtiger Dienstleister in und um Baunatal. Für alle Beteiligten war es die beste Entscheidung, die drohende Insolvenz zu verhindern und uns zusammen auf den Weg in eine bessere Zukunft zu machen. Neben der finanziellen Sicherheit schafft Agaplesion eine langfristige Perspektive für die Mitarbeitenden nach Monaten der Unsicherheit. Zudem werden wir in Kürze umfangreiche Maßnahmen starten und die Versorgungsqualität der Bewohner:innen verbessern.“

Profitieren wird das Gertrudenstift auch von der Einbettung in die bereits vorhandenen Strukturen des Agaplesion Verbunds in Nordhessen mit mehreren Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern sowie Kindertagesstätten. „So gestalten wir für die Menschen vor Ort eine Betreuung mit hoher fachlicher Kompetenz basierend auf christlichen Werten“, sagt Marx.