Qualitätsmanagement -

Betriebliche Gesundheitsförderung Genussvoll essen und trinken trotz Stress

Viele Berufstätige verzichten im Alltag auf eine erholsame Pause, gegessen wird nebenbei. Zeitmangel verleitet häufig dazu, den Hunger zu übergehen oder ihn mit kalorienreichen Snacks hastig zu bekämpfen. Auf Dauer schadet das dem Körper.

Themenseite: Verpflegung

Wer sich dauerhaft keine Zeit zum Essen nimmt und den Hunger mit ungesunden Nebenbei-Alternativen zu stillen versucht, kann damit eine erhöhte Energieaufnahme bei gleichzeitigem Mangel an Vitaminen und Mineralstoffen in seinem Körper hervorrufen. Gerade bei Menschen in Gesundheitsberufen, die sich in ihrem Arbeitsalltag um die Gesundheit anderer bemühen, ist das eigene Wohlergehen oftmals zurückgestellt. Ungewöhnliche Arbeitszeiten, Nacht- und Schichtarbeit sowie Zeitmangel sind außerdem Gründe, die geregelte Mahlzeiten mit einer genussvollen und gesundheitsfördernden Speisenauswahl zu einer Seltenheit machen.

Ob in der Kantine oder selbst zubereitet – bedarfsgerecht und genussvoll soll es sein

Ein bedarfsgerechtes Verpflegungsangebot in der Kantine in Form von vollwertigen Speisen, Snacks und Getränken oder Empfehlungen für die Pausenverpflegung in Einrichtungen, die keine Kantine haben, kann als Teil der betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) das Wohlbefinden der Mitarbeiter steigern und einen wichtigen Beitrag zur Prävention ernährungsmitbedingter Krankheiten leisten. Mit dem „DGE-Qualitätsstandard für die Betriebsverpflegung“ bietet die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) einen Wegweiser für die Gestaltung eines bedarfsgerechten und trotzdem leckeren Speisenangebotes. Darin ist beschrieben, welche Lebensmittel und Lebensmittelgruppen in welcher Qualität und Häufigkeit angeboten werden sollten, um den Mitarbeitern eine möglichst ausgewogene und nährstoffreiche Verpflegung zu bieten.

Doch auch in Einrichtungen ohne Kantine muss es nicht immer Currywurst oder ein süßer Snack vom Bäcker um die Ecke sein. Bei adäquater Planung ist es auch hier leicht möglich, sich vollwertig zu ernähren. Salat, belegte Brote und vorgeschnittenes Gemüse und Obst lassen sich prima morgens oder am Vorabend zu Hause vorbereiten und transportieren. Steht ein Mikrowellengerät oder ein Herd zur Verfügung, können vorgekochte Speisen auch innerhalb kurzer Zeit erwärmt werden. Gemüse, Obst sowie Vollkorn- und Milchprodukte sollten dabei täglich, Fleisch, Wurstwaren und Eier nur gelegentlich auf dem Speiseplan stehen. Eine ausreichende Trinkmenge ist ebenfalls wichtig, sowohl bei jeder Mahlzeit als auch zwischendurch. Empfehlenswert sind Wasser sowie ungesüßte Früchte- und Kräutertees. Auch Kaffee wird in die tägliche Flüssigkeitsbilanz einbezogen, sollte als Genussmittel jedoch nur in Maßen konsumiert werden. Gegen den kleinen Hunger zwischendurch helfen beispielsweise ein Stück Obst, ein fettarmer Joghurt oder Nüsse.

Entscheidend ist, den Mitarbeitern Gelegenheit für eine bewusste Pause zu geben, um die Mahlzeit in Ruhe genießen zu können.

Die Homepage zu „JOB&FIT – Mit Genuss zum Erfolg!“ (www.jobundfit.de) bietet Mitarbeitern Tipps zur Verpflegung in der Pause oder bei Nacht- und Schichtarbeit. Verantwortlichen für Betriebsrestaurants und die BGF finden dort Informationen über eine ausgewogene Verpflegung im Berufsalltag, Empfehlungen für die Speiseplangestaltung und die Gästekommunikation sowie eine Rezeptdatenbank.

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