Hauswirtschaft -

Landesarbeitsgemeinschaft Hauswirtschaft Baden-Württemberg „Gemeinsam statt einsam“

Nach der Prämiere im Jahr 2015 veranstalteten die hauswirtschaftlichen Verbände unter dem Dach der Landesarbeitsgemeinschaft am 27. Juni 2018 in Stuttgart ihre zweite Fachtagung. Rund 240 Teilnehmer folgten der Einladung und diskutierten die zentralen Themen der Branche.

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Das Motto der hauswirtschaftlichen Verbände in Baden-Württemberg „Gemeinsam statt einsam“ zog sich durch die gesamte Fachtagung. Elisabeth Leicht-Eckardt, Professorin für Haushaltswissenschaften an der Hochschule Osnabrück, ermutigte die Teilnehmer sich dessen bewusst zu sein und als Learning mit zunehmen, „dass Pflege ohne Hauswirtschaft nicht arbeiten kann.“ Das von Dr. Andreas Marg vorgestellte Projekt „Perle“ könne dabei helfen, die Position der Hauswirtschaft zu stärken. Mit dem Projekt wird ein multiprofessioneller Personalmix gefördert.

Ute Krützmann, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Fachhochschule Münster, gab den Führungskräften wichtige Tipps im Umgang mit ihren Mitarbeitern. Sie müssen deren Kompetenzen anerkennen und Talente identifizieren. Dabei helfen, könne die Rückbesinnung auf das eigene Berufsleben und die persönliche Entwicklung.

Baden-Württemberg als Vorreiter in der Hauswirtschaft

Der Schirmherr der Tagung, baden-württembergischer Minister für Soziales und Integration, Manne Lucha, sei sich der Rolle der Hauswirtschaft und der hauswirtschaftlichen Berufsbildung in seinem Wirkungsbereich bewusst. Er versicherte den Hauswirtschaftern und der Landesarbeitsgemeinschaft Hauswirtschaft Baden-Württemberg (LAG) die Unterstützung seines Ministeriums.

Wünsche an den Minister formulierte Dorothea Simpfendörfer, Präsidentin des Deutschen Hauswirtschaftsrates. Es fehle an einem Kompetenzzentrum für Hauswirtschaft im Land. Im Vergleich mit den anderen Bundesländern stehe Baden-Württemberg aber sehr gut da: In einer Studie kam heraus, dass die Zahl der Ausbildungsplätze hier zunehme – deutschlandweit einzigartig.

Es gäbe aber noch weitere positive Aspekte für die Hauswirtschaft in Baden-Württemberg zu berichten. Ruth Weckenmann, Leiterin des Stabs „Chancengleichheit am Arbeitsmarkt“ bei der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit, nannte ein Modellprojekt, das Gutscheine für haushaltsnahe Dienstleistungen ausgibt. Bundesweit einzigartig werden so Personen unterschützt, um Familie, Beruf und Haushalt miteinander vereinbaren zu können. Dafür werden maximal 20 Stunden pro Monat mit zwölf Euro pro Stunde bezuschusst.

Weitere Eindrücke von der Fachtagung finden Sie auf der Website der LAG. Bereits in Ihren Kalender können sie den bundesweiten Hauswirtschaftskongress am 23. und 24. September 2019 in Berlin eintragen.

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