Gesundheitsversorgung weltweit G7-Staaten helfen beim Etablieren von Gesundheitsstrukturen

Die führenden Industriestaaten haben 75 Ländern weltweit Unterstützung bei der Stärkung ihrer Gesundheitsversorgung zugesagt. Eine Liste der Staaten wurde mit dem Bericht der Bundesregierung über die deutsche G7-Präsidentschaft veröffentlicht.

Die G7-Staaten unterstützen ab sofort 75 Länder auf der ganzen Welt beim Etablieren einer funktionierenden Gesundheitsversorgung. – © everythingpossible (Fotolia.com)

USA, Großbritannien, Frankreich, Italien, Japan, Kanada und Deutschland wollen insgesamt 75 Staaten weltweit dabei helfen, ihre Gesundheitsversorgung zu stärken. „Ein funktionierendes Gesundheitswesen ist der beste Schutz vor Gesundheitskrisen. Das hat die Ebola-Krise einmal mehr in dramatischer Weise gezeigt. Es ist gut, dass die sieben führenden Industrienationen jetzt konkrete Hilfe für 75 Staaten weltweit zugesagt haben, um die Gesundheitsversorgung vor Ort zu stärken. Damit können die G7-Beschlüsse, die im letzten Jahr im bayrischen Elmau gefasst wurden, deutlich übertroffen werden“, erklärte Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe dazu.

Noch Platz für weitere Staaten

Beim G7-Gipfel in Elmau hatten sich die G7-Staaten verpflichtet, mindestens 60 Staaten ihre Unterstützung bei der Implementierung der Internationalen Gesundheitsvorschriften anzubieten. Die neu veröffentlichte Liste umfasst nun 75 Staaten, darunter drei regionale Zusammenschlüsse, die beim Aufbau widerstandsfähiger Gesundheitsstrukturen unterstützt werden. Die Liste ist eine Momentaufnahme zum Ende des Jahres 2015, weitere Staaten können hinzukommen.

Personal für Gesundheitskrisen in Partnerländern

Das Bundesgesundheitsministerium will nun gemeinsam mit dem Robert Koch-Institut (RKI), dem Paul-Ehrlich-Institut (PEI), dem Bernhard-Nocht-Institut (BNITM) und dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) Partnerländer gezielt bei der Stärkung der Gesundheitswesen helfen. Dazu gehört die Ausbildung von Personal zum Management von Gesundheitskrisen in den Partnerländern. Zudem wird ein schnell einsetzbares Team aus Epidemiologen und Laborexperten des RKI und BNITM aufgebaut, um schon bei ersten Anzeichen eines Krankheitsausbruchs vor Ort bei der Diagnostik und Bekämpfung unterstützen zu können. Das Programm wird 2016 mit vier Millionen Euro starten und ist zunächst für fünf Jahre geplant.

Sonderprogramm für Afrika

Die Bundesregierung investiert zudem im Rahmen des Sonderprogramms Afrika mit 205 Mio. EUR (2015 und 2016) verstärkt in die Ausbildung von Gesundheitsfachkräften in afrikanischen Partnerländern.

Weitere Informationen sowie den G7-Abschlussbericht der Bundesregierung finden Sie unter www.bundesgesundheitsministerium.de