Gesundheit -

Versorgung G-BA will Anspruch auf Zweitmeinung erweitern

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) berät über die Aufnahme von zwei weiteren Eingriffen in die Zweitmeinungsrichtlinie: Implantation eines Defibrillators beziehungsweise Herzschrittmachers sowie elektrophysiologische Herzuntersuchung und Veröden von krankhaften Herzmuskelzellen (Ablation).

Themenseite: G-BA

Patientinnen und Patienten mit diesen planbaren Eingriffen am Herzen

  • Implantation eines Defibrillators beziehungsweise Herzschrittmachers sowie
  • elektrophysiologische Herzuntersuchung und Veröden von krankhaften Herzmuskelzellen (Ablation)

sollen die Möglichkeit erhalten, sich vor der Operation eine Zweitmeinung auf Kassenkosten einzuholen. Der G-BA hat die dafür notwendigen Beratungen begonnen. Gleichzeitig wird das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) beauftragt, Entscheidungshilfen für die zu Behandelnden zu erarbeiten. Der G-BA rechnet damit, dass Versicherte die beiden neuen Leistungen Ende des Jahres oder Anfang 2022 in Anspruch nehmen können.

Recht auf Zweitmeinung – warum und wo?

Das Recht auf eine ärztliche Zweitmeinung soll dabei helfen, medizinisch nicht notwendige Operationen zu vermeiden. Ein rechtlicher Zweitmeinungsanspruch besteht aktuell bei den folgenden Eingriffen:

  • Amputation beim diabetischen Fußsyndrom,
  • Eingriff an Gaumen- oder Rachenmandeln (Tonsillektomie, Tonsillotomie),
  • Gebärmutterentfernung (Hysterektomie),
  • Gelenkspiegelungen an der Schulter (Schulterarthroskopie) und
  • Implantation einer Knieendoprothese.

Die bereits laufenden Beratungen zum Zweitmeinungsverfahren zu Eingriffen an der Wirbelsäule will der G-BA voraussichtlich im vierten Quartal abschließen.

© hcm-magazin.de 2021 - Alle Rechte vorbehalten
Kommentare
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar angeben zu können.
Login

* Pflichtfelder bitte ausfüllen