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Förderprogramm der Franziskus Stiftung Für qualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland

Die St. Franziskus-Stiftung Münster hat ein Projekt initiiert, das die Nachqualifizierung von ausländischem Fachpersonal in der Kranken- und Altenpflege sicherstellen soll. 2019 und 2020 sollen dazu drei speziell konzipierten Kursen für 60 Pflegefachkräfte aus dem Ausland angeboten werden. Ziel ist es, den Bedarf an Fachkräften durch Zuwanderung zu decken und das fachlich gleichzustellen.

Themenseite: Personalentwicklung

„Unser Ziel ist, ausländische Pflegefachkräfte durch gezielte Qualifizierungsmaßnahmen fachlich mit Pflegepersonen gleichzustellen, die in Deutschland ausgebildet wurden, und ihnen adäquate Erwerbsmöglichkeiten zu eröffnen“, erklärt Dr. Daisy Hünefeld, Vorstand der St. Franziskus-Stiftung Münster. Das von der Stiftung getragene Projekt ist Bestandteil des Förderprogramms „Integration durch Qualifizierung (IQ)“ in Nordrhein-Westfalen. Es wird mit rund 300.000 Euro aus Mitteln des Bundes und des Europäischen Sozialfonds gefördert. Ziel des Programms ist die Verbesserung der Arbeitsmarktchancen für erwachsene Migranten durch Anerkennung, Qualifizierung und interkulturelle Kompetenzentwicklung.

An der Schule für Gesundheitsberufe des St. Franziskus-Hospitals Münster soll ein spezieller modularer Lehrgang aufgebaut werden, der den festgestellten Nachschulungsbedarf im Rahmen der Gleichwertigkeitsprüfung berücksichtigt. Dazu sollen:

  • fachlichen Unterrichtseinheiten in schuleigenen Demonstrationsräumen durchgeführt,
  • der Umgang mit EDV-gestützten Dokumentationsprogrammen und krankenhausspezifischer Software erlernt,
  • praktische Einsätze in nahezu allen Bereichen angeboten,
  • die Vermittlung personaler und interkultureller Kompetenzen organisiert,
  • sprachliche und alltagssprachliche Besonderheiten nähergebracht,
  • regelmäßige Praxisbegleitungen durch speziell geschulte Mentoren sichergestellt und
  •  ein individuelles „Sprachcoaching“ arrangiert werden.

„Wir haben ein sorgfältig konzipiertes und gründlich durchdachtes Projekt an den Start gebracht, das wir in der nun beginnenden Durchführungsphase kontinuierlich begleiten und anschließend umfassend evaluieren werden“, betont Dr. Hünefeld. So zeichne sich bereits ab, dass die Qualifizierungsmaßnahme nach Abschluss des dritten Kurses im Jahr 2020 voraussichtlich mit weiteren Kursen verlängert werde.


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