Politik -

Corona-Spätfolgen Fünf Millionen für Versorgungsforschung

Die Bayerische Staatsregierung hat das neue Fünf-Millionen-Euro-Programm zum Post-Covid-Syndrom beschlossen. Mit dieser Förderinitiative sollen v.a. die Versorgungsforschung und innovative Therapieansätze gefördert werden. Anträge könnten z.B. Einrichtungen der medizinischen Versorgung einschließlich Reha oder Verbünde und Netzwerke stellen.

Themenseite: Corona-Pandemie

Bayerns Gesundheits- und Pflegeminister Klaus Holetschek hat den Betroffenen von Corona-Spätfolgen Unterstützung zugesichert. "Wir haben es mit ‚Post-Covid‘ mit einem neuen Krankheitsbild zu tun, über das wir insgesamt noch zu wenig wissen. Die Symptome von Post-Covid können massive Auswirkungen auf den Alltag, die Lebensqualität und das Berufsleben der Betroffenen haben. Eine fundierte Covid-Nachsorge und Rehabilitation ist deswegen von zentraler Bedeutung, um chronische Erkrankungen zu vermeiden", betonte der Minister am Dienstag, 22. Juni 2021, in München. Die Bayerische Staatsregierung hat aus diesem Grund heute das neue Fünf-Millionen-Euro-Programm zum Post-Covid-Syndrom beschlossen. Mit dieser Förderinitiative sollen v.a. die Versorgungsforschung und innovative Therapieansätze gefördert werden. Ziel sei es, so Holetschek, diese innovativen Ansätze in die Regelversorgung zu übernehmen und multidisziplinäre Versorgungskonzepte zu unterstützen. Anträge könnten insbesondere Einrichtungen der medizinischen Versorgung einschließlich Rehabilitationseinrichtungen oder Verbünde und Netzwerke stellen.

Aktive Post-Covid-Unternehmungen an bayerischen Einrichtungen

Der Minister hatte deshalb bereits im Januar dieses Jahres einen Runden Tisch einberufen, aus dem eine regelmäßig tagende Arbeitsgruppe entstanden ist. Daran beteiligen sich Leistungserbringer, Kostenträger, Wissenschaft, Verwaltung und Betroffene. Ziel der Arbeitsgruppe ist es, Betroffenen einen schnellen Zugang zu Rehabilitation und Nachsorge zu ermöglichen. Die bayerischen Universitätskliniken in München, Erlangen-Nürnberg, Würzburg und Regensburg haben bereits Post-Covid-Ambulanzen für die ambulante Nachsorge eingerichtet. Die Uniklinik Augsburg baut eine solche gerade auf.

Ziel: Sektorübergreifende Zusammenarbeit

Holetschek bekräftigte: "Das ist ein wichtiges Angebot. Als nächsten Schritt müssen wir das System in der Fläche ausweiten. Dazu stehen wir im Austausch mit der Ärzteschaft, um niedergelassene Haus- und Fachärzte für das Thema Post-Covid zu sensibilisieren", erklärt Holetschek. Zudem wolle man die Reha-Einrichtungen einbinden und für die Behandlung von Post-Covid-Patienten stärken. "Wir haben mehr als 31.000 Reha-Betten in rund 280 Einrichtungen im Freistaat. Wir werden prüfen, wie wir die Einrichtungen bei der Behandlung von Corona-Langzeitfolgen unterstützen können. Vor allem der Bund muss bei der Finanzierung nachbessern, wenn Verhandlungen zwischen Krankenkassen und Reha-Einrichtungen zu keinen tragfähigen Ergebnissen führen sollten", sagt der Bayerische Gesundheitsminister.




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