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Mitarbeiter motivieren und belohnen Fünf Alternativen zur Gehaltserhöhung

Eine Gehaltserhöhung klingt für den Arbeitnehmer auf den ersten Blick toll, stellt sich im Nachhinein aber oftmals als ernüchternd heraus. Denn sind Steuern und Sozialabgaben erst einmal abgezogen, bleibt nicht viel von der Gehaltserhöhung übrig. Arbeitgeber können die Leistung ihrer Mitarbeiter auf viele verschiedene Arten anerkennen. Doch was für Möglichkeiten gibt es?

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Welche Möglichkeiten begeistern die Mitarbeiter und welche sind aus Arbeitgebersicht sinnvoll oder sparen zudem auch noch Steuern? Robin Tschöpe, geschäftsführender Gründer von LeasingMarkt.de, zeigt fünf Alternativen zur Gehaltserhöhung.

Gehalt für den Kopf

Ob Coachings, Trainings oder Workshops Fort- und Weiterbildungen tragen dazu bei, dass sich Mitarbeiter vertiefendes Wissen aneignen oder sich so auf einen Positionswechsel bewerben können. Wichtig ist, dass die entsprechende Weiterbildung auch in Zusammenhang mit der aktuellen Tätigkeit des Arbeitnehmers steht. In diesem Fall müssen die Fortbildungskosten auch nicht als Arbeitslohn versteuert werden. Tipp: Weiterbildungen sind wertvolle Benefits, die in jedem Fall auf die Karriereseite gehört. Auf diese Weise können neue Talente für das Unternehmen begeistert werden.

Mobil an den Schreibtisch und zurück

Wenn es etwas mehr sein darf, ist der Firmenwagen ein beliebter Bonus der Chefetage, um den Mitarbeitern Wertschätzung entgegenzubringen. Nutzen die Kollegen das Auto nur beruflich, ist es steuer- und sozialversicherungsfrei. Wer jedoch mit dem Firmanwagen auch private Touren machen möchte, muss seinen geldwerten Vorteil monatlich mit einem Prozent des Bruttolistenpreises versteuern oder mit einem Fahrtenbuch abrechnen. Elektroautos, die seit dem 1. Januar bis Ende 2021 angeschafft oder geleast werden, müssen sogar mit nur 0,5 Prozent des inländischen Listenpreises je Monat als geldwerten Vorteil versteuert werden. Eine schöne und umweltschonende Alternative zum Auto ist das Dienstfahrrad. Dieses kann seit diesem Jahr steuerfrei genutzt werden. Gerade für Schreibtischtäter die beste Chance, fit zu bleiben.

Mit dem Logo unterwegs

Warum nicht zeigen, wenn man den Arbeitgeber mag? Eine kreative Form, um das Portemonnaie zu füllen ist, das Auto oder Moped der Kollegen mit dem Firmenlogo zu versehen. Die Kennzeichnungswerbung bringt immerhin 21 Euro steuerfrei. So ganz nebenbei profitiert die Geschäftsführung von der daraus resultierenden Unternehmenswerbung. Es sind lediglich Kosten für die Aufkleber einzukalkulieren.

Familien mit kleinen Kindern entlasten

Um das Budget von Eltern mit kleinen Kindern zu entlasten, können die Betreuungskosten bezuschusst werden. Übernimmt der Chef die Kindergartenbeiträge, muss der Arbeitnehmer das zusätzliche Geld nicht versteuern und Sozialabgaben draufzahlen. Das gilt für Beiträge für Unterkunft, Verpflegung und Betreuung für Kinder, die noch nicht zur Schule gehen.

Gesund im Joballtag

Sich nach einem anstrengenden Arbeitstag zum Sport zu motivieren, ist für viele von uns eine Herausforderung. Doch können inzwischen viele Angebote in den Beruf integriert werden. Yogakurse, Rückenschule, Massagen oder Workshops zur Raucherentwöhnung werden von den gesetzlichen Krankenkassen gefördert. Arbeitgeber können ihren Mitarbeitern bis zu 500 Euro jährlich zugutekommen lassen, ohne dass Sozialabgaben anfallen. Tipp: Unternehmen können für ihre Mitarbeiter Krankenzusatzversicherungen, z.B. für die Zähne, abschließen. Das ist v.a. für diejenigen attraktiv, die nicht mehr an bestimmte Leistungen kommen oder sie sich nicht leisten können.

Fazit

Unternehmen müssen ihre Mitarbeiter motivieren und für ihre Arbeit belohnen. Dabei muss es nicht immer die Gehaltserhöhung sein, die für gute Laune beim Team sorgt. Chefs können schon mit kleinen Anreizen ein angenehmes Arbeitsklima schaffen, in dem sich jeder wohlfühlt. Von Teamevents über Mitarbeiterrabatte bis hin zu mehr Urlaub gibt es ein breites Spektrum an wertschätzenden Möglichkeiten, um die Leistung der Kollegen anzuerkennen. Natürlich können auch Mitarbeiter selbst das Gespräch mit der Geschäftsleitung suchen und alternative Vorschläge machen.

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