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Empathie in der Pflege Forschungsprojekt „empCARE“ erarbeitet Training für Pflegekräfte

Drei Jahre forschten Experten der Universität Duisburg-Essen zusammen mit den Universitätskliniken Köln und Bonn sowie einem ambulanten Intensivpflegedienst wie Empathie Pflegekräfte belastet. Auf den Ergebnissen aufbauend erarbeiteten sie ein Training, um diese zu entlasten. Am 4. Oktober 2018 findet in Bonn die Abschlusstagung mit Vorführung eines solchen Trainings statt.

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Pflegekräfte werden häufig mit Zuwendung, Mitgefühl und Empathie assoziiert. Pflegekräfte sind neben den Angehörigen ganz nah dran an der zu pflegenden Person. Sie nehmen eine Schlüsselfunktion ein und nehmen die Sorgen beider Seiten war. Doch gerade diese Empathie kann den Pflegenden auch zusetzen. Ein „zu viel“ an Empathie kann etwa dazu führen, dass die Unzufriedenheit mit dem Beruf wächst, die Mitarmeiter depressiv werden, Burn-Out-Symptome auftreten und der Wunsch nach dem Ende des Arbeitsverhältnisses steigt.

Pflege für Pflegende

Um etwas dagegen zu tun, fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen seines Forschungsprogramms „Präventive Maßnahmen für die sichere und gesunde Arbeit von morgen“ das Verbundprojekt „Pflege für Pflegende: Entwicklung und Verankerung eines empathiebasierten Entlastungskonzepts in der Care-Arbeit“. Kurz: empCARE.

An dem Verbundprojekt beteiligen sich vier Partner:

  • Universität Duisburg-Essen (Projektkoordination)
  • Pflegedirektion und Bildungszentrum des Universitätsklinikums Köln
  • Pflegedirektion des Universitätsklinikums Bonn
  • Aaron Kranken- und Intensivpflege GmbH & Co. KG

Im April 2019 läuft die Förderung durch das BMBF aus. Ab Mai 2019 soll das aus den Erkenntnissen erarbeitete Entlastungskonzept in Trainings in Köln und Bonn an Pflegefachkräfte und Trainer weitergegeben werden.

Aufbau der Trainings

Die Trainings werden aus zwei Teilen bestehen. In einem zweitägigen Kurs lernen die Teilnehmer Präventionsmaßnahmen, die aus den Teilprojekten der Unikliniken in Köln und Bonn erarbeitet wurden. Acht Wochen später treffen sich die Teilnehmer erneut mit ihren Trainern, um die Anwendung zu reflektieren. Auf der Abschlusstagung bieten die Projektpartner das Training als Workshop an, damit sich die Tagungsteilnehmer ein Bild davon machen können.

Zur Abschlusstagung am 4. Oktober 2018 in Bonn können Sie sich auf der Website von empCARE anmelden. Folgende Trainings werden ab den Frühjahr 2019 von der Universitätsklinik Köln und Bonn angeboten:

Uniklinik Köln:

Training für Pflegefachkräfte:

Kurs 1: 27. bis 28. Mai 2019, 09:00 bis 16:30 Uhr (Praxisreflexion: 03.07.2019)

Kurs 2: 17. bis 18. Dezember 2019, 09:00 bis 16:30 Uhr (Praxisreflexion: 28.01.2020)

Auswärtige können per Videokonferenz an der Praxisreflexion teilnehmen.

Sondertermin für Trainer:

18. bis 19. Juli 2019, 09:00 bis 16:30 Uhr (Praxisreflexion: 16.10.2019)

Alternativ zur Praxisreflexion in der Gruppe ist ein 30-minütiges, telefonisches Einzelcoaching möglich.

Uniklinik Bonn:

Training für Mentoren:

24., 25. Juni (9:00 -17.00 Uhr) und 26. Juni ( 9.00-13:00 Uhr) Gruppe 1
09., 10. September (9:00 -17.00 Uhr) und 11. September ( 9.00-13:00 Uhr) Gruppe 2

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