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Wissenschaft Forscher wollen App für Schwangere entwickeln

Herztöne vom Baby aufzeichnen, Ultraschallbilder aufnehmen oder Urintests machen - das sollen Schwangere künftig per Smartphone-App Zuhause erledigen können.

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Die Grundlagen für die App für Schwangere erarbeiten die Universität Erlangen-Nürnberg und das Universitätsklinikum Erlangen (UKER).

Das Bundesministerium für Gesundheit fördert das Projekt in den kommenden zweieinhalb Jahren mit 3,2 Millionen Euro, teilte die Universität am Dienstag (04.02.2020) mit. In einer klinischen Studie mit 500 Frauen wollen die Forscher zunächst testen, wie Schwangere Vorsorgeuntersuchungen möglichst leicht zu Hause machen können.

Die Zettelwirtschaft hat ausgedient

Anschließend wollen die Forscher eine App entwickeln, die Messerergebnisse aufzeichnen und auswerten sowie diese an Ärzte und Hebammen übermitteln kann. Momentan gestaltet sich die Schwangerenvorsorge noch analog: Jedes Untersuchungsergebnis und jeder Befund werden ausgedruckt und in einen Mutterpass in Heftform eingeheftet. „Dieser Papierwust ist anfällig für Verlust und Beschädigung und wichtige Werte können leicht übersehen oder vergessen werden“, fasst Stefan Gradl, Doktorand am Lehrstuhl von Prof. Dr. Bjoern Eskofier, die Nachteile zusammen. Prof. Eskofier ist einer der Koordinatoren des Projekts und Inhaber des Lehrstuhls Informatik 14 für Maschinelles Lernen und Datenanalytik.

Zur Webseite des Lehrstuhls Informatik 14 für Maschinelles Lernen und Datenanalytik: www.mad.tf.fau.de

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