conhIT 2016 Fokus: Big und Smart Data

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Digitalisierung und Informationstechnik

Big Data und Smart Data werden schon seit längerem immer wieder im Kontext der Gesundheitsversorgung in Deutschland diskutiert. Mit Kongress-Sessions und Networkingveranstaltungen wird auch die conhIT diese Themen behandeln. Los geht die Fachmesse für Healthcare -IT heute in Berlin.

Morgen startet die Fachmesse für Healthcare-IT in Berlin – © conhIT 2016

Durch die Digitalisierung des Gesundheitswesens ist es heutzutage möglich, enorme Mengen an Daten zu generieren und zu verarbeiten. Big Data lautet hierfür das Schlüsselwort. Es beschreibt Datenmengen, die zu groß bzw. zu komplex sind, um sie mit einfachen Methoden der Datenverarbeitung auszuwerten. Dank des technischen Fortschritts gibt es dafür mittlerweile neue Verarbeitungssysteme, die den Weg zu vielen neuen Erkenntnissen ebnen. Dabei kommt der Begriff Smart Data ins Spiel, der neben der riesigen Menge an Daten eine ergebnisorientierte und aussagekräftige Auswertung der großen Datenmengen impliziert. Schon heute gibt es im Gesundheitswesen viele potenzielle Einsatzmöglichkeiten für Big-Data-Anwendungen. Auf der diesjährigen conhIT – Connecting Healthcare-IT, eines der größten Events der Gesundheits-IT-Branche in Europa, werden sich deshalb zahlreiche Kongress- und Networkingveranstaltungen sowie ein spezieller Workshop mit den Chancen und Risiken, die durch das Sammeln, Verarbeiten und Auswerten von Daten entstehen, beschäftigen.

Studie zeigt Handlungsbedarf an

Das Spannungsfeld rund um das Thema „ Big Data“ beschreibt Ekkehard Mittelstaedt, Geschäftsführer des Bundesverbands Gesundheits-IT e.V. (bvitg), dem Veranstalter der conhIT, wie folgt: „ Big Data besitzt das Potenzial die Gesundheitsversorgung in Deutschland zu verbessern. So können durch eine entsprechende Nutzung von Gesundheitsdaten Erkrankungen frühzeitig und zielgenau behandelt werden. Dadurch kann die medizinische Versorgung nachhaltig und noch hochwertiger sichergestellt werden. Zugleich besteht bei vielen Akteuren im Gesundheitswesen jedoch noch eine gewisse Zurückhaltung gegenüber dem Thema. In der bvitg-Studie 2016 zum Stellenwert von Gesundheits-IT bekamen Big-Data-Anwendungen bei den niedergelassenen Ärzten den geringsten Zuspruch von allen aufgeführten IT-Lösungen. Kliniken wiederum sprechen Big Data in Zukunft eine größere Bedeutung zu. Noch steht das Thema bei ihnen selbst aber weit unten auf der Agenda. Im Hinblick auf eine qualifizierte Beratung der Anwender seitens der Industrie besteht demnach noch Handlungsbedarf. Zugleich sollte das Augenmerk auch auf dem sensiblen Thema im Umgang mit Gesundheitsdaten liegen. Die große Herausforderung heute ist zukünftige Rahmenbedingungen zu schaffen, bei denen einheitliche Standards zur Datenübertragung sowie Sicherheitsvorschriften eingehalten werden.“

Big Data kann auch Sicherheit bedeuten

Wie wichtig das digitale Sammeln und Verarbeiten von Daten in der Gesundheitsversorgung ist, zeigen Unternehmen auf der conhIT – beispielsweise im Rahmen des Hygienemanagements. „Das Infektionsschutzgesetz fordert, dass Infektionen fortlaufend aufgezeichnet werden, bewertet und Präventionsmaßnahmen ergriffen werden. Mit dem Hygienemanagement KaPITO HMS bekommt das Hygienepersonal frühzeitig Meldungen über Auffälligkeiten und kann entsprechend schnell reagieren. Das Krankenhaus spart dabei vermeidbare Kosten und liefert eine gute Behandlungsqualität für den Patienten, weil Komplikationen vermieden oder frühzeitig erkannt werden“, erklärt Britta Hanley, Leiterin des Bestandskundengeschäfts bei Cerner ein Beispiel für die Vorteile von Big Data.

Weitere Informationen zum gesamten Programm auf der conhIT finden Sie unter: www.conhit.de