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Millionenförderung Gelder für Forschung zu Infektionskrankheiten

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt eine Auswahl von Uniklinken mit rund 100 Millionen Euro. Damit sollen v.a. mehr Stellen geschaffen werden.

Mit der Förderung will das BMBF die ausgewählten Kliniken in erster Linie mehr Zeit für die Forschung ermöglichen. Gefördert werden acht Konzepte mit besonderem Modellcharakter. Dazu zählt das Programm INITIALISE – Innovations in Infection Medicine, mit dem das Universitätsklinikum Frankfurt und die Frankfurter Goethe-Universität die infektiologischen Fachexperten der Zukunft ausbilden wollen.

Universitätsklinikum und Goethe-Universität haben unter der Leitung von Prof. Maria Vehreschild ein Programm aufgesetzt, mit dem Forschung und Expertise auf dem Gebiet der Infektionskrankheiten weiter ausgebaut wird. INITIALISE – Innovations in Infection Medicine soll den Forschenden Qualifikation und zusätzliche Zeit für die wissenschaftliche Arbeit bieten.

Forschung und wissenschaftliche Ausbildung verknüpfen

"Es ist unser Ziel, medizinische Forschung und Krankenversorgung noch enger zu verzahnen. Dieses Programm steht exemplarisch für diese Zielsetzung und deshalb freuen wir uns sehr über die Förderzusage des Bundes", erklärt Prof. Jürgen Graf, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender am Universitätsklinikum Frankfurt.

Prof. Enrico Schleiff, Präsident der Goethe-Universität, betont: "Die Goethe-Universität ist stark in der Forschung und in der wissenschaftlichen Ausbildung. Im Programm INITIALISE werden diese beiden Stärken zukunftsweisend verknüpft: Es bietet die perfekten Rahmenbedingungen, um talentierte Kandidatinnen und Kandidaten auf Führungspositionen in Forschung und Gesundheitswesen vorzubereiten."

Freiraum und Zeit

Ziel der Förderung durch das BMBF ist es, Forschenden u.a. definierte Forschungszeiten und ein optimales Forschungsumfeld zu bieten. "Mit INITIALISE können wir hervorragende Bedingungen dafür schaffen, dass Fachärztinnen und Fachärzte genügend Freiraum für ihre Forschungstätigkeit finden", erklärt Vehreschild.

Das Programm bietet geschützte Forschungszeiten, die möglichst 50 Prozent der Arbeitszeit betragen. Außerdem werden die Teilnehmenden in Technologien und Strategien der Therapieentdeckung und -entwicklung geschult. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Anwendbarkeit bei Infektionskrankheiten.

Insgesamt acht Programme ausgewählt

Das Programm wurde vom BMBF gemeinsam mit deutschlandweit sieben weiteren Projekten ausgewählt. Die Auswahl basiert auf der Empfehlung eines neutralen Begutachtungsgremiums. Neben den Standorten in Frankfurt wurden folgende Einrichtungen und Projekte ausgewählt:

Institut Projekt
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus an der TU Dresden CAMINO – Career Advancement in MultIdimeNsional tumOr targeting
Universitätsklinikum Freiburg IMMediate – Immune-Mediated Diseases
Universitätsmedizin Essen Promoting Excellence in Translational Medicine
FAU Erlangen-Nürnberg iIMMUNE – Interfaces in Immunomedicine
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf iSTAR – integrative Advanced Clinician Scientists Targeting Inflammatory and Infectious Disease
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn ACCENT – Advanced Clinician Scientist Program
Medizinische Fakultät Würzburg INTERACT – Interfaces in Translational Research

Zweite Förderrunde möglich

Für die Unterstützung der Programme an den acht Standorten hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung 100 Millionen Euro vorgesehen. Die Förderinitiative läuft maximal zehn Jahre. Bis zu 100 Stellen sollen in der ersten Förderrunde für forschende Fachärztinnen und Fachärzte geschaffen werden. Jede kofinanziert der Bund mit bis zu 130.000 Euro pro Jahr.

Die Förderinitiative ist so angelegt, dass eine zweite Förderrunde – vorbehaltlich künftiger forschungs- und haushaltspolitischer Entscheidungen – für weitere 100 Advanced Clinician Scientists durchgeführt werden kann.

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