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Organspenden FDP und AfD wollen «Nierentausch»

FDP und AfD wollen sogenannte Überkreuz-Organspenden zwischen zwei Paaren ermöglichen. Dafür haben die Bundestagsfraktionen beider Parteien getrennt voneinander Vorschläge ausgearbeitet, die an diesem Donnerstag im Plenum vorgestellt werden sollen.

Von einer sogenannten Überkreuz-Organspende würden Menschen profitieren, die zwar einen Angehörigen oder Partner haben, der ihnen eine Niere spenden würde, bei denen eine Transplantation jedoch aufgrund von Unverträglichkeiten scheitern würde. Die Idee ist nun, dass zwei geeignete Spender-Empfänger-Paare die gespendeten Organe untereinander tauschen dürfen sollen - ohne dass dafür Geld fließt. Voraussetzung dafür wäre auch eine entsprechende Datenbank, in der Spendenwillige erfasst werden.

Die AfD betont in ihrem Antrag, die Eingriffe müssten von der gesetzlichen Krankenversicherung bezahlt werden. Die FDP will, dass ehemalige Lebendspender bei der Suche nach einem Spenderorgan bevorzugt werden, «wenn sie selbst aufgrund einer Krankheit eine Transplantation benötigen». Die FDP-Abgeordnete Katrin Helling-Plahr sagte, dass die Überkreuz-Spende im Ausland teilweise erlaubt sei, habe zu einer «Zwei-Klassen-Medizin» geführt. Wer es sich leisten könne, gehe für einen solchen Eingriff zurzeit ins Ausland. Gestattet ist der «Nierentausch» u.a. in den Niederlanden und in Spanien.

Um Organhandel zu verhindern, erlaubt der Gesetzgeber sogenannte Lebendspenden nur zwischen Menschen, die eine persönliche Bindung haben. Die Nieren-Spende muss laut Transplantationsgesetz unentgeltlich und freiwillig sein. Ein prominenter Spender ist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Der damalige SPD-Bundestagsfraktionschef hatte seiner Ehefrau Elke Büdenbender 2010 eine Niere gespendet.

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