Universitätsmedizin Göttingen Ethik in der Demenzvorhersage

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Am 23. Juni 2018 werden in Göttingen die Ergebnisse einer zweitägigen Konferenz über die Chancen und Risiken der Biomarker-Technologie für eine Risikovorhersage von Demenzerkrankungen vorgestellt und im Anschluss diskutiert.

Das Diskursprojekt „ Entscheidungskonflikt prädiktive Demenz-Diagnostik: Diskursverfahren zu Beratungs- und Ethikkompetenzen mit Stakeholdern und Studierenden“ (Prä-Diadem) startete am 1. Oktober 2017. Experten diskutieren 24 Monate über ethische, rechtliche und soziale Folgen beim Einsatz der Biomarker-Technologie für eine Demenzrisikovorhersage. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Projekt mit 250.000 Euro.

Im Rahmen der zweitägigen Konferenz sollen nun aufeinander abgestimmte Empfehlungen im Umgang mit der Technologie erarbeitet werden. Dazu haben die Veranstalter, das Institut für Ethik und Geschichte der Medizin der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) und das Institut für europäische Gesundheits- und Sozialwirtschaft (IEGUS), Stellungnahmen von bundesweit 30 betroffenen Organisationen und Institutionen eingeholt.

Öffentliche Präsentation und Podiumsdiskussion

Im Anschluss an die Konferenz wird Co-Projektleiter Dr. Scott Stock Gissendanner, IEGUS, die Ergebnisse in der Historischen Sternwarte Göttingen präsentieren. Zur folgenden Podiumsdiskussion werden die Niedersächsische Ministerin für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, Dr. Carola Reimann, der Chefarzt der Alexianer Klinik für Gerontopsychiatrie, -psychotherapie und -psychosomatik Krefeld, Prof. Dr. Ralf Ihl, und die Co-Projektleiterin Prof. Dr. Silke Schicktanz vom Institut für Ethik und Geschichte der Medizin der UMG erwartet.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website des „Prä-Diadem“-Projekts. Die Präsentation und die Podiumsdiskussion finden am Samstag, 23. Juni 2018, 11.00 bis 13.00 Uhr, in der Historischen Sternwarte, Grüner Saal, Geismar Landstraße 11, 37083 Göttingen, statt.