Medikationsplan Erstes Etappenziel bei der Umsetzung erreicht

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Patientensicherheit und Telemedizin

Inhalt, Struktur und Aktualisierungsvorgaben sowie ein Fortschreibungsverfahren für den Medikationsplan stehen fest: Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat sich darauf mit der Bundesärztekammer (BÄK) und dem Deutschen Apothekerverband (DAV) fristgerecht zum 30. April 2016 geeinigt.

Mit dem bundeseinheitlichen Medikationsplan können zukünftig Verordnungen aller Ärzte eines Patienten sowie die Selbstmedikation erfasst werden. Der Hausarzt stellt diesen in der Regel aus und aktualisiert den Plan – ebenso darf ihn der mitbehandelnde Arzt ausstellen. Die Apotheke ergänzt die Übersicht auf Patientenwunsch um die dort abgegebenen Arzneimittel. „Der beste Weg zur Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit ist ein Zusammenwirken von Apotheker und Arzt mit einem berufsübergreifenden Blick auf die Gesamtmedikation“, erläutert der DAV-Vorsitzende Fritz Becker.

Vorerst werde der Medikationsplan in Papierform ausgefertigt. Ziel sei es jedoch, ihn spätestens 2019 auf der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) zu speichern, heißt in einer Mitteilung der KBV. Von diesem Zeitpunkt an müssten alle Vertragsärzte und Apotheker in der Lage sein, einen auf der eGK gespeicherten Medikationsplan zu aktualisieren. „Damit ist der Weg gebahnt für die elektronische Lösung im Rahmen der Telematikinfrastruktur“, sagt Dr. Franz Bartmann, Vorsitzender des Ausschusses Telematik der BÄK.

Bis zum 30. Juni 2016 sollen KBV und GKV-Spitzenverband Vorlagen für die Regelung des Versichertenanspruchs im Bundesmantelvertrag sowie für die ärztliche Vergütung liefern.