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Pflegeberufekammer Schleswig-Holstein Pflegepädagogik: Erster Masterstudiengang in Schleswig-Holstein

Der Bedarf an studierten pflegepädagogischen Kräften an den Pflegeschulen ist hoch und wird in Zukunft noch steigen. Die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel will helfen den Bedarf zu decken und bietet den neuen Studiengang Pflegepädagogik an.

Topic channels: Fort- und Weiterbildung und Studium & Ausbildung

Der neue Studiengang startet zum kommenden Wintersemester, berichtet die Pflegeberufekammer Schleswig-Holstein. „Aus Sicht der Pflegeberufekammer ist die Einrichtung des Studienganges ein wichtiger, wenn auch längst überfälliger Schritt für die Entwicklung der Pflegebildung in Schleswig-Holstein“ begrüßt die Vorsitzende des Bildungsausschusses der Pflegeberufekammer, Jutta Busch das Angebot.

Für den Studiengang gekämpft

Den Lehrstuhl für Didaktik der Pflege und Gesundheitsberufe hat der renommierte Wissenschaftler Prof. Dr. Wolfgang von Gahlen-Hoops inne. Die Pflegeberufekammer hat lange für die Etablierung des Studienganges Pflegepädagogik in Schleswig-Holstein gekämpft. „Wir können es uns als Land nicht leisten, die Qualifikation von pädagogischem Personal anderen Bundesländern zu überlassen. Dass unser Engagement endlich Erfolg hatte, freut uns sehr“, sagt Pflegeberufekammer-Präsidentin Patricia Drube.

Nachwuchs gut ausbilden

Ziel ist es, die Studierenden in die Lage zu versetzen, die schulische Ausbildung von künftigen Pflegefachkräften dynamisch zu gestalten. Drube meint: „Pflege entwickelt sich weiter, also muss sich auch die Ausbildung weiterentwickeln. Was gibt es Lohnenderes als den Pflegenachwuchs gut auszubilden?“

Der Studiengang dauert drei Semester und ist grundsätzlich bildungswissenschaftlich ausgerichtet. Es können Kompetenzen im berufs- und wirtschaftspädagogischen Kontext, in pflegedidaktischen Grundlagen, in pflegedidaktischen Handlungsfeldern oder in innovativen Forschungsfeldern erworben werden, heißt es von der Kieler Christian-Albrechts-Universität. Auch soll ein gezielter Einblick in die Berufspraxis einer Pflegeschule gewonnen werden. Laut von Gahlen-Hoops wird der inhaltliche Schwerpunk bei den neuen curricularen Herausforderungen des Pflegeberufegesetzes liegen, ohne die Grundlagen, Herausforderungen und Potenziale des Lehrens und Lernens an beruflichen Schulen zu vernachlässigen.

Promotion möglich

Der Studiengang ist ganz auf die Pflegeberufe bezogen und eine Weiterqualifizierung von Bachelorstudierenden. Das Ziel ist eine Tätigkeit als Pflegepädagogin oder Pflegepädagoge an Pflegeschulen. Auch Tätigkeiten bei entsprechenden pädagogischen Stabsstellen in Versorgungseinrichtungen oder öffentlichen Einrichtungen und an Hochschulen in wissenschaftlichen oder projektbezogenen Bereichen und eine Promotion sind dann möglich.

Der Vollzeit-Studiengang Pflegepädagogik wird 30 Plätze haben. Die Vorlesungen beginnen am dem 1. Oktober 2021

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