Krankenhausneubau Eröffnung der Wasserburger Kliniken

Am 18. Mai 2022 wurden die Wasserburger Kliniken nach rund zehn Jahren Planungs- und Bauzeit eröffnet. Die somatische RoMed Klinik Wasserburg und das psychiatrisch-neurologische kbo-Inn-Salzach-Klinikum haben die Maßnahme gemeinsam realisiert, um von den Synergieeffekten zu profitieren.

Die Wasserburger Kliniken wurden nach zehn Jahren Planungs- und Bauzeit am 18. Mai 2022 eröffnet. – © Daniel Schvarcz

Die Architekten von Sweco haben den Neubau geplant und bei dem zukunftsweisenden Projekt zudem die Ausschreibung und Vergabe der Bauleistungen übernommen.

Zukunftsweisender Krankenhausneubau

In Wasserburg am Inn ist in den letzten Jahren eines der größten Krankenhausneubauvorhaben in Bayern entstanden: Die somatische RoMed Klinik Wasserburg gliedert sich baulich an das psychiatrisch-neurologische kbo-Inn-Salzach-Klinikum. Beide Träger haben die Maßnahme gemeinsam realisiert, um von den Synergieeffekten zu profitieren. Die unterschiedlichen Schwerpunkte sollen den Menschen in der Region einen Mehrwert bieten und eine zentrale gesundheitliche Versorgung auf höchstem Niveau garantieren. Insgesamt werden in mehreren Bauabschnitten für beide Kliniken 636 Betten einschließlich der zugehörigen Diagnostik-, Behandlungs- und Therapiebereiche geplant.

Heilende Architektur und Ressourcenschonung

„Heilende Architektur und Ressourcenschonung – zwei Megatrends in der Architektur wurden hier schon frühzeitig und wegweisend umgesetzt. In der Somatik in der RoMed Klinik sind die Ein- und Zwei-Bett-Zimmer hell und freundlich eingerichtet und in der Gestaltung auf ein neues Niveau gehoben worden. Die Nutzung gemeinsamer Funktionen schont Ressourcen. Symbolisch hierfür steht das gemeinsame Eingangsbauwerk und die Gebäudehülle mit umlaufenden Keramikbändern, die die unterschiedlichen Bauteile zusammenhalten“, beschreibt Claudia Specht, Ressortleiterin Architektur bei Sweco, den Neubau.

Klinik in der Parklandschaft

Die historische Gesamtanlage des kbo-Inn-Salzach-Klinikums wurde in Pavillonbauweise errichtet und liegt in einer parkähnlichen Umgebung. Die meisten der alten Gebäude sind denkmalgeschützt. Die „Klinik in der Parklandschaft“ diente auch als Leitthema für die Gestaltung des Außenraums, der den Altbestand mit dem neugebauten Areal übergangslos miteinander verbindet. Die Neubaukörper wurden ebenfalls im Pavillonbaustil in den Hang hineingebaut und nehmen so die historische Bauweise auf dem Klinikgelände wieder auf.