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Keiminfektionen in Göppinger Klinik Ermittlungen eingestellt

Nach fünf Todesfällen in den Alb-Fils-Kliniken in Göppingen hat die Staatsanwaltschaft Ulm ihre Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung eingestellt.

Es sei nicht festzustellen gewesen, ob sich die Patienten aufgrund von Fehlern bei der Behandlung oder Pflege mit einem Darmkeim infizierten, hieß es in einer Mitteilung vom Freitag (15.02.2019). Bei den schwerkranken Patienten musste demnach auch offenbleiben, ob die Infektionen tatsächlich die Ursache für deren Tod waren.

Die Patienten waren im Zeitraum von März 2017 bis Januar 2018 gestorben. Wann und wie sie sich mit den sogenannten Vancomycin-resistenten Enterokokken (VRE) infiziert hatten, konnten Kriminalpolizei und Sachverständige laut Staatsanwaltschaft nicht mehr nachvollziehen. Ab 2016 hatten sich Infektionen mit dem Erreger in der Klinik gehäuft. Zuletzt verzeichnete das Haus nach eigenen Angaben im November des vergangenen Jahres zwei Fälle.

Zum Hintergrund

Enterokokken sind Bakterien und gehören zur normalen Darmflora von Mensch und Tier. Bei immungeschwächten Patienten können die VRE aber schwere, unter Umständen lebensbedrohliche Erkrankungen hervorrufen. In Krankenhäusern kommt es immer wieder zu solchen Infektionen.

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