Warnstreik an Uniklinikum in Halle Einige Operationen abgesagt

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Zwar mussten Operationen ausfallen, aber der Betrieb am Uniklinikum Halle lief trotz eines Warnstreiks aus Sicht der Klinikleitung weitgehend störungsfrei. Die Gewerkschaft ver.di zeigte sich dennoch nicht unzufrieden.

Etwa 400 Mitarbeiter am Uniklinikum in Halle sind am Montag (04.11.2019) einem Warnstreik-Aufruf der Gewerkschaft ver.di gefolgt. Zum Warnstreik aufgerufen waren a lle nicht-ärztlichen Beschäftigten vom Therapeuten über die Verwaltungsangestellten bis zu Pflegekräften, wie Verhandlungsführer Wolfgang Pieper sagte. Er zeigte sich mit der Streikbeteiligung zufrieden. Um die Patienten im Krankenhaus während des Warnstreiks versorgen zu können, hatte die Klinik eine Notdienstvereinbarung mit ver.di geschlossen, hieß es.

Laut Klinikleitung arbeiten insgesamt rund 2.800 Mitarbeiter im nicht-ärztlich Bereich. Alle dringend notwendigen Operationen etwa bei an Krebs leidenden Patienten würden durchgeführt. Auch seien alle Ambulanzen geöffnet, so dass nicht nur die Versorgung auf den Stationen, sondern auch der ambulanten Patienten gesichert ist. Allerdings seien – wie bereits angekündigt – einige Operationen vorsorglich verschoben worden.

ver.di fordert, die Einkommen der Beschäftigten im Jahr 2021 vollständig an das Niveau des Tarifvertrages der Länder anzugleichen. Das Uniklinikum bietet nach eigenen Angaben u.a. an, die Nachtzuschläge ab dem 1. April 2020 zu erhöhen sowie die Angleichung an den Länder-Tarifvertrag in vier Stufen bis zum 1. September 2021. Es sei bedauerlich, dass ver.di trotz «unseres sehr attraktiven Angebotes zu einem Warnstreik aufgerufen hat», erklärte Christiane Becker, Direktorin des Pflegedienstes und Verhandlungsführerin des UKH.