Berufliche Anerkennung Einheitliche Fachsprachenprüfung für Gesundheitsberufe

Zugehörige Themenseiten:
Leitlinien

Ab Mai ist eine einheitliche Fachsprachenprüfung für Menschen mit einem ausländischen Abschluss in einem Gesundheitsfachberuf fester Bestandteil des Berufsanerkennungsverfahrens in Bayern. Informationen zum Aufbau und Ablauf.

einheitliche Fachsprachenprüfung Bayern
Die einheitliche Fachsprachenprüfung in Bayern soll künftig die notwendigen Kenntnisse der deutschen Sprache im Rahmen des Berufsanerkennungsverfahrens nachweisen. – © Yvonne Weis (stock.adobe.com)

„Die Sprache ist neben der Fachkenntnis der Schlüssel, um Patientinnen und Patienten sowie Pflegebedürftige gut versorgen zu können. Dazu kommt: Fachbezogene Sprachkenntnisse in Wort und Schrift sind auch unerlässlich dafür, dass die Zusammenarbeit zwischen allen Gesundheitsberufen reibungslos funktioniert. Die einheitliche Fachsprachenprüfung ist deshalb ein wichtiger Baustein, mit dem wir die Gesundheitsversorgung in Bayern weiter verbessern“, sagt Achim Uhl, Leiter des Bayerischen Landesamtes für Pflege. Daher ist die Fachsprachenprüfung künftig fester Bestandteil des Berufsanerkennungsverfahrens in Bayern: Sie soll die für die Ausübung der Berufstätigkeit notwendigen Kenntnisse der deutschen Sprache nachweisen.

Den Anfang machen die Physio- und Ergotherapeuten, die ab dem 1. Mai 2022 einen Antrag auf Berufsanerkennung stellen. Nach und nach folgen dann die weiteren Gesundheitsfachberufe. Entwickelt und organisiert ist die Fachsprachenprüfung im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege vom Bayerischen Landesamt für Pflege (LfP) in Amberg.

So ist die Prüfung aufgebaut

Die Prüfung soll aus drei Teilen bestehen – zwei mündliche und ein schriftlicher. Jeder Teil soll 20 Minuten dauern. Im ersten Teil der mündlichen Prüfung soll es ein Gespräch zwischen Berufsangehörigem – z.B. Physiotherapeut – und Patient oder Patientin geben. Dabei soll es darauf ankommen, dem Patienten oder der Patientin das Fachwissen möglichst einfach und ohne Fachbegriffe zu erklären. Der zweite mündliche Teil ist ein Gespräch zwischen Berufsangehörigen. Hierdurch soll abgeprüft werden, ob zum Beispiel ein Therapeut oder eine Therapeutin im Gespräch mit einem Arzt oder einer Ärztin das nötige Fachvokabular beherrscht. Im schriftlichen Teil müssen die Prüflinge schließlich ein Schriftstück anfertigen, wie es im jeweiligen Berufsalltag immer wieder erstellt werden muss.

Weitere Informationen zur Fachsprachenprüfung gibt es unter www.fachsprachenpruefung.bayern.de. abrufbar. Einen Informations-Flyer können Interessierte hier herunterladen.