Forschung konkret -

Interview mit Prof. Bernd Reuschenbach Ein interprofessionelles Verständnis von Versorgung

HCM: Innovative Versorgungskonzepte sind ein breites Feld. Können Sie zusammenfassen, worum es in diesem Studiengang geht? Welche Schwerpunkte werden gesetzt?

Reuschenbach: Versorgungsforschung ist ein ganz wesentlicher Schwerpunkt des Studiengangs. Wir setzen hier ganz bewusst auf ein interprofessionelles Verständnis von Versorgung und berücksichtigen die Versorgung in allen Sektoren. Je nach Interessenlage sind unterschiedliche Schwerpunktsetzungen möglich: Von der Psychiatrie über die ambulante Versorgung, die technikorientierte Versorgung bis hin zum „Primary-Care“-Ansatz. In diesen Feldern können geleitet durch Theorien und Modelle die Versorgungskonzepte analysiert und Innovationen entwickelt werden.

HCM: Wie ist das Studium konzipiert und aufgebaut?

Reuschenbach: Das viersemestrige Studium legt zunächst die Grundlagen in Form einer starken Methodenausbildung und Inhalten zur Versorgungsforschung. Ab dem dritten Semester sind Schwerpunktsetzungen je nach Interessenlage möglich. Mit Inhalten aus den Bereichen Management, Recht, Ethik und Implementationsforschung werden Grundlagen für die Entwicklung neuer Versorgungsformen gelegt.

HCM: Als Hochschule für angewandte Wissenschaft hat die Verknüpfung von Theorie und Praxis eine besondere Bedeutung. Wie wird dies im Studium ­deutlich?

Reuschenbach: Es gibt im Studium drei Praktika, in denen das theoretische Wissen unter Anleitung von Professoren in die Praxis umgesetzt werden kann. Im ersten Semester sollte eine Status-quo-Erhebung zu einem Versorgungskonzept durchgeführt werden, im zweiten und  dritten Semester stehen die Planung und Umsetzung einer Innovation im Mittelpunkt. Im dritten Semester sollen Förder- und Hemmfaktoren für die Implementierung von Innovationen bearbeitet werden. Im Vierten ist dann die praxisrelevante Masterarbeit vorgesehen.

HCM: Welche Zugangsvoraussetzungen müssen Interessierte mitbringen?

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