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Social Media (Teil 10) Ein Hund, ein Video und 16.000 Fans

Zufällig und unbeabsichtigt wurde das Gertrudenstift aus Baunatal Mitte Mai zum Facebook-Star in Deutschland. Ursprung des spontanen Erfolges war ein Video, das eigentlich zu Weiterbildungszwecken gedreht wurde – über die positive Wirkung von Therapiehunden auf pflegebedürftige Menschen.

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„Ich war wirklich ein bisschen geschockt“, erinnert sich Britta Hüge, Krankenpflegefachkraft und Diplom-Sozialarbeiterin am Gertrudenstift in Baunatal, an den plötzlichen Erfolg ihres Videos auf der Facebook-Seite der Einrichtung. Sie sagt, sie wäre „normalerweise nie auf die Idee gekommen, das Video ins Internet zu stellen“, aber für ihren Chef Christian Beyer war sofort klar, dass es auf der Facebook-Seite des Hauses erscheinen muss. Der Start dieser war zu diesem Zeitpunkt gerade drei Monate her; die Seite hatte rund 60 Fans. Das sollte sich am 18. Mai 2016 mit der Veröffentlichung des Videos von Hüge schlagartig ändern.

Hüge hat es selbst gedreht, um ihre Arbeit mit ihrer zum Therapiehund ausgebildeten Lotte, für die Abschlussprüfung ihrer Weiterbildung zu dokumentieren. „Aufgabe war es, in einer kurzen Videosequenz zu zeigen, welchen Beitrag ein Therapiehund für die Einzelbetreuung von pflegebedürftigen Menschen leisten kann“, erklärt die gelernte Krankenpflegefachkraft. Sie entschied sich dafür, eine Sequenz am Patientenbett aufzuzeichnen, die zeigt, wie die Begegnung mit einem Therapiehund Wohlbefinden und Aktivität von bettlägerigen Menschen steigern kann. Das fertige Video zeigte sie ihrem Chef. Der war begeistert und veröffentlichte es im sozialen Netzwerk. (Die Angehörigen und die gesetzliche Betreuung der gezeigten pflegebedürftigen Dame hatten ihre Zustimmung gegeben.)

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