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Marktübersicht: Bodenbeläge Ein Hauch von Holz

Elastische Bodenbeläge in Holzoptik eignen sich auch für Gesundheitseinrichtungen und können hier sogar zur Genesung des Patienten beitragen. Worauf Krankenhäuser und Pflegeheime bei der Auswahl eines neuen Bodens achten müssen.

Hell gestrichene Wände, orange Farbakzente und Fotoelemente mit Naturmotiven: Einladend und modern wirken die im Jahr 2014/2015 sanierten Ebenen 11 und 12 des Bettenhauses der Uniklinik Köln. Einen großen Beitrag dazu leistet auch der neue Untergrund: Ein in dunklen Brauntönen gehaltener Bodenbelag, der aussieht wie Holz, aber in Wirklichkeit keiner ist. „Das neue Farb- und Materialkonzept unseres Bettenhauses sollte unseren Patienten einen Hotelcharakter bieten und einen Ort schaffen, an dem sie sich wohlfühlen. Der neue Boden passt perfekt dazu, weil er warm, freundlich und natürlich wirkt“, sagt Stefan Schugt von der medfacilities GmbH, dem Bau-Tochterunternehmen der Uniklinik Köln.

Der Dipl.-Ingenieur und Architekt war als Projektleiter für die Sanierung und Verlegung von insgesamt 5.300 m2 Bodenbelag auf den Ebenen 11 und 12 verantwortlich, die im Rahmen der im Jahr 2005 gestarteten Gesamtsanierung des Bettenhauses durchgeführt wurden. Weil sich echtes Parkett oder Laminat im Healthcare-Bereich aus Hygiene­gründen nicht eignet, entschied sich die Uniklinik Köln für einen PVC-Boden in Holzoptik.

Natürlichkeit im Trend

Im Gesundheitsbereich trifft man aktuell vermehrt auf Böden in Holzoptik. Dabei handelt es sich um sogenannte heterogene Bodenbeläge; also Böden, die aus einer Nutzschicht sowie weiteren Schichten zusammengesetzt sind. Homogene Böden aus PVC sowie Böden aus Linoleum und Kautschuk sind die Regel: „Neben harten Plattenbelägen in Foyers oder Bädern eignen sich diese sogenannten elastischen Böden am besten für den Gesundheitsbereich, da diese Materialien nicht nur besonders hygienisch, sondern auch desinfektionsbeständig und strapazierfähig sind“, erklärt Sylvia Leydecker, Dipl.-Ingenieurin und Innenarchitektin BDIA AKG. Dass sich momentan viele Einrichtungen für einen Holzoptikboden entscheiden, geht laut Leydecker darauf zurück, dass auch im Gesundheitswesen der Trend zu mehr Wohnlichkeit gehe: „Viele wünschen sich eine Atmosphäre wie im Hotel. Ein Boden in Holzoptik bietet hierfür eine der wenigen Alternativen.“ Studien würden zudem belegen, dass natürliche Komponenten in Kliniken, Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen heilungsfördernd wirken.

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