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Medica 2018 Austausch und Vernetzung

Am Gemeinschaftstand des KKC e.V., der Plattform, auf der sich die Akteure der Branche zu den Themen der Zeit austauschen und vernetzen, wurde auch dieses Jahr wieder ein abwechslungsreiches Programm sowie ein breites Spektrum an Diskussionen, Round-Table-Gesprächen und Vorträgen geboten.

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Unter dem Motto „Digitalisierung trifft Gesundheit“ wurde mit Experten über aktuelle Fragen, Neuigkeiten und Trends der Branche diskutiert. Die ersten Gesprächsrunden fanden unter Leitung von Heidemarie Hille, Inhaberin der aerophelia ltd, statt. Es wurden zwei unterschiedliche Fragestellungen diskutiert.

Fortbildung im Zeitalter der Digitalisierung

Die Digitalisierung verändert die Rahmenbedingungen und somit die Arbeitswelt von morgen dramatisch. Die Auswirkungen sind kritisch zu verfolgen und die Schwachstellen zu kommunizieren. Die Frage nach der "Fortbildung im Zeitalter der Digitalisierung – Herausforderung an die didaktischen Akteure?" wurde mit Experten von Hochschulen und Weiterbildungsakademien diskutiert. Teilgenommen haben:

  • Axel Schrader (Dozent der Personalentwicklung),
  • Rainer Guse (Dozent SHB),
  • Prof. Dr.-Ing. Kurt Becker (Studiengangsleiter Gesundheitstechnologie-Management der Apollon Hochschule),
  • Heidrun Wehmeyer (Geschäftführer mehrPerspektiven),
  • Gabriele Zimmermann (GZ-Consulting),
  • Sabina Hagedorn (Fachbereichsleiterin Personal bei apetito) und

Im Mittelpunkt stand die Frage nach der Veränderung der Wissensvermittlung und damit nach einer anderen Weiterbildungskultur sowie nach einer sich verändernden Priorität der HR-Experten bei der Suche nach zukünftigen Beschäftigten. Die Teilnehmer beleuchteten die Problematik aus ihre eigenen Erfahrungen mit unterschiedlichen Aspekten des Blended Learnings. Prof. Becker fasste es wie folgt zusammen: „Die moderne Lehre im Fernstudium nutzt realistische Fallbeispiele mit herausfordernden Aufgabenstellungen, um einen nachhaltigen Lernerfolg zu erzielen. Dabei ist es wichtig, einen Methodenmix zu finden, der die klassische Literaturarbeit mit modernen Medien wie Onlinevorträge und Onlinetutorials sowie ggf. auch die erweiterte virtuelle Wahrnehmung (AR) oder virtuelle Realität (VR) integriert. Persönliche Gespräche und Coachings, Wiederholungen und eine gelegentliche Überprüfung des Gelernten sind dabei ebenso wichtig, wie die Freude und Erfolgserlebnisse beim Lernen und das Erfahren.“

Digitale Strukturen, Chancen und Risiken

Die zweite Diskussionsrunde thematisierte die digitalen Strukturen sowie die Chancen und Risiken für die Akteure. Fakt ist: Die Patienten werden kritischer. Sie haben gelernt, sich zu informieren – über ihre Diagnose, über die Behandlungsmöglichkeiten und auch über das empfohlene Krankenhaus. Bei der Suche nach den „Auswirkungen der Digitalisierung auf die sektorenübergrei­fen­den Bereiche im Gesundheitswesen“ nahmen teil:

  • Daniel Helberg (Geschäftsführer Univargo),
  • Heidrun Wehmeyer,
  • Prof. Dr. med. Michael Fantini (Geschäftsführer und ärztlicher Direktor des KRH Klinikums Neustadt am Rübenberge),
  • Sven Löschner (Einkauf Universitätsmedizin Essen),
  • Dr. Jürgen Knipps (Geschäftsführer DIMS),
  • Max Schröfelbauer (CEO Medicospeaker) und
  • Christian von der Becke (Geschäftsführer NF-Kliniken).

In den Vordergrund rückten dabei die Vorteile der Digitalisierung für die Patientenversorgung und die Problematik zur Überwindung der Sektorenbrüche. Schröfelbauer fasste dies folgendermaßen zusammen: „Die Digitalisierung wird im Gesundheitswesen viel bewegen - und zwar in sämtlichen Bereichen. Gerade in Deutschland, das hier noch sehr hinterher hängt. Deswegen haben wir die Chance, auch von Seitens des Gesetzgebers, wunderbare Rahmenbedingungen zu schaffen und richtungsweisend für die digitale Transformation des Gesundheitswesens zu agieren.“ Die Chancen und Risiken seien hier so gut wie noch nicht diskutiert. Daher war das Fazit einstimmig: "Die Probleme zur Herstellung sinnvoller Rahmenbedingungen überlagern die notwendige Fokussierung auf den Patienten."

Digitalisierung im Projektmanagement

Am 3 . und 4. Tag diskutierte Yvonne Hille, Geschäftsführerin Europa der aerophelia ltd., mit Experten über die „ Digitalisierung im Projektmanagement - wie erreichen wir die Pole-Position? “.

Die Digitalisierung verändert unsere Arbeitsweise dramatisch und vielfältig. Innovationszyklen werden kürzer. Dies gilt v.a. für das Projektmanagement, denn hier erfolgen Planungen und Vorbereitungen zur Umsetzung. Somit ändert sich die Art und Weise, wie Projekte durchgeführt werden soll(t)en, auch unter Berücksichtigung der Themen Compliance, Datenschutz und Qualitätsmanagement und weiterer Schnittstellenbereiche. Zur Erarbeitung einer Analyse und Konzeptionierung diskutierten zwei Expertengruppen aus unterschiedlichen Fachbereichen. Teilgenommen haben:

  • Heidrun Wehmeyer,
  • Gabriele Zimmermann,
  • Sertac Diker, Student Mathematik und VWL und
  • Merlin Korth, Student Bachelor Wirtschaftsingenieurwesen (beide vom studentischen Consulting-Team Göttingen),
  • Dennis Holtz (HR-Experte),
  • Axel Schrader (Dozent Erwachsenenbildung),
  • Horst Träger (Präsident FKT e.V.), sowie
  • Prof. Dr. med. Michael Fantini,
  • Manfred Kindler (Präsident des KKC e.V.) und
  • Claus Rückert (Geschäftsführer IRT-Software).
KKC 4 2018

Jeweils eine Stunde gab es einen zielgerichteten Austausch mit anregenden Ideen. Dabei wurden Lösungsansätze zu den erörterten interdisziplinären Fragen und Hilfestellungen zur Lösung komplexer Problemfelder herausgearbeitet. Die Teilnehmer waren sich einig, dass es das Wichtigste sei, die Digitalisierung als Werkzeug zu sehen und alle Generationen abzuholen. Als hilfreich wurde die Bildung von Zweierteams mit unterschiedlichen Digitalisierungserfahrungen gesehen. Diese ergänzten sich gegenseitig und lernten voneinander. Zudem gingen Veränderungsdrang und langjähriges Wissen, auch bei längeren oder nur teilweise umgesetzten Projekten, nicht verloren. Eine einfache Abbildung der aktuellen Prozesse in Tools reiche nicht aus. Zu beachten seien die sich verändernden Prozesse, die Schnittstellen sowie die Arbeits- und Kommunikationskultur. Dies müsse, so die Teilnehmer, v.a. in Projekten eine größere Berücksichtigung finden. Andere Länder seien hier weiter. Doch es herrschte Einigkeit darüber, dass es auch im deutschen Gesundheitswesen möglich sei, flächendeckend die Digitalisierung als Chance zu sehen und auch zu nutzen.

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Den HCM-Nachbericht „Das war die Medica 2018“ finden Sie hier. Und hier geht es zur Bildergalerie.

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