DRK: Mehr als 1.300 Freiwillige interessieren sich für Ebola-Einsatz

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Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hatte Ende September um freiwillige Helfer im Einsatz gegen die Ebola-Epidemie in Westafrika geworben. Bisher haben sich schon mehr 1.300 Interessierte bei der Hilfsorganisation gemeldet. Doch nicht alle kommen für den Einsatz im Krisengebiet in Frage.

Kampf gegen Ebola: Nach dem Aufruf des Deutschen Roten Kreuzes haben sich mehr als 1.300 freiwillige Helfer über einen Einsatz in Westafrika bei der Hilfsorganisation informiert. – © Jörg F. Müller / DRK

Beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) haben sich bislang rund 1.350 freiwillige Helfer über einen Einsatz gegen die Ebola-Epidemie in Westafrika informiert. Damit trägt der Aufruf, den das DRK gemeinsam mit dem Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) Bundesärztekammer-Präsident Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery gestartet hat, erste Früchte. Gemeinsam hatten sie um medizinisches Personal geworben, das bereit ist, in Westafrika im Kampf gegen die Ebola-Epidemie mitzuhelfen.

Angesichts der besonders schwierigen Bedingungen seien die Anforderungen an die Qualifikation der Helfer „sehr hoch“, so das DRK. Bisher hat die Hilfsorganisation nach eigenen Angaben 206 Bewerbungen geprüft, davon kämen 65 Bewerbungen in die engere Auswahl.

Kriterien für einen Hilfseinsatz in Westafrika sind dem DRK zufolge:

  • eine abgeschlossenen medizinischen Ausbildung,
  • Erfahrungen und
  • gute bis sehr gute Englischkenntnisse.

Gesucht werden v.a. Ärzte (auch in Leitungsfunktionen), Kranken- und Gesundheitspflegepersonal , Hebammen , Physiotherapeuten , Pharmazeuten , Labortechniker und Röntgenfachkräfte .

Für einen Einsatz müssen Fachkräfte laut DRK insgesamt acht Wochen einplanen. Angesicht der extremen Bedingungen können die Helfer im Krisengebiet jeweils nur für vier Wochen eingesetzt werden. Vor dem Arbeitseinsatz in Westafrika erhalten die Helfer eine einwöchige Schulung zu Ebola sowie eine Einweisung vor Ort. Nach ihrem Einsatz dürfen die Helfer drei Wochen nicht im Publikumsverkehr arbeiten.