Forschung -

Gesundheitsforschung Drei neue Helmholtz-Institute gegründet

Die Gesundheitsforschung in Deutschland wird durch die Gründung von drei neuen Helmholtz-Instituten gestärkt, teilt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit. Geplant ist die Kooperation jeweils einer Universität mit einem Helmholtz-Zentrum zu den Bereichen Krebsimmuntherapie, Stoffwechsel- und Infektionsforschung.

„Mit dem neuen Helmholtz-Institut für Translationale Onkologie (HI-TRON) in Mainz soll ein international führendes Zentrum auf dem Gebiet der Krebsimmuntherapie entstehen“, sagt Thomas Rachel, Parlamentarischer Staatssekretär beim BMBF. Das Deutsche Krebsforschungszentrum geht dafür gemeinsam mit der Johannes-Gutenberg-Universität und der Universitätsmedizin Mainz eine strategische Partnerschaft ein. Die bereits existierende gemeinnützige TRON GmbH wird hierzu zu einem Helmholtz-Institut ausgebaut.

Das zweite neue Institut wird gemeinsam mit der Julius-Maximilians-Universität Würzburg und dem Braunschweiger Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) ins Leben gerufen: das Helmholtz-Institut für RNA-basierte Infektionsforschung (HIRI) mit Sitz in Würzburg. Das Institut soll zu einem besseren Verständnis von Infektionen beitragen und signifikante Fortschritte in der Bekämpfung von Infektionskrankheiten ermöglichen.

Das Helmholtz Zentrum München (HMGU) und die Universität Leipzig bauen gemeinsam in Leipzig das Helmholtz-Institut für Metabolismus-, Adipositas- und Gefäßforschung (HI-MAG) auf. Es widmet sich bisher ungelösten Fragen des Zusammenspiels von Übergewicht, Stoffwechsel- und Gefäßerkrankungen. Die biomedizinische Grundlagenforschung des HMGU im Bereich Diabetes und Stoffwechselkrankheiten werden mit der wissenschaftlich-klinischen Expertise und Exzellenz der Universität Leipzig im Bereich Adipositas und deren Folgen kombiniert.

In der Aufbauphase von 2017 bis 2020 werden die neuen Helmholtz-Institute durch die jeweiligen Sitzländer und beteiligten Universitäten finanziert; ab 2021 werden sie dann in die programmorientierte Förderung der Helmholtz-Gemeinschaft mit einer 90 prozentigen Bundesförderung überführt. Das Gesamtbudget eines voll etablierten Helmholtz-Instituts liegt bei bis zu 5,5 Millionen Euro jährlich.

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