Reimbursement Drei Fragen an Manuel Heurich zum Code-Browser

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Der BinDoc-Code-Browser ermöglicht umfangreiche Informationen und Auswertungen zum deutschen Reimbursement-System (G-DRG-System). Manuel Heurich, Gründer und Geschäftsführer von BinDoc, beantwortet drei Fragen zum Nutzen des Tools für Ärzte, Politik und weitere Stakeholder.

Manuel Heurich, Geschäftsführer BinDoc GmbH
Manuel Heurich, Geschäftsführer BinDoc GmbH, im Interview über den Nutzen des Code-Browsers. – © BinDoc GmbH

Im Interview erklärt Manuel Heurich, was der BinDoc- Code-Browser ist, welchen Mehrwert das Tool seinen Nutzern bietet und an wen sich die Anwendung vor allem richtet.

Was ist der BinDoc- Code-Browser?

Heurich: Zunächst hatten wir den Code-Browser als Basis-Werkzeug entwickelt, um das komplexe Reimbursement-System in Deutschland leichter verständlich zu machen. Nach einigen Weiterentwicklungen hat das Tool viele Elemente erhalten, die in den Bereich der Markt- und Wettbewerbsanalytik übergehen und somit dem Nutzer bzw. der Nutzerin eine vielseitige Anwendung an die Hand geben.

Welchen Mehrwert bietet der Code-Browser den Nutzern?

Heurich: Ein großer Mehrwert zeigt sich neben den spezifischen Informationen zum Vergütungssystem sicherlich durch die Marktanalysefunktion. Hiermit können die Nutzer einen umfassenden Marktüberblick zu unterschiedlichen Diagnosen und medizinischen Therapien erhalten, und diese auch geographisch visualisieren. So kann die Verteilung von Patienten und Patientinnen für unterschiedliche Krankheitsbilder ebenso dargestellt werden wie die Top-Krankenhaus-Leistungserbringer in bestimmten medizinischen Gebieten. Das ist sowohl für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Krankenhaus sowie Patientinnen bzw. Patienten als auch für Medizintechnik- oder Pharmaunternehmen von großem Interesse. Ein Highlight ist auch unser neu integriertes Feature „Patientenwanderung“. Hier wird ersichtlich, wie die Patientenwanderung bei unterschiedlichen Diagnosen verläuft. Aus meiner Sicht ist das für die zukünftige Krankenhausplanung, wie sie aktuell in Nordrhein-Westfalen verabschiedet wurde, ein zentrales Tool.

An wen richtet sich der Code-Browser in erster Linie?

Heurich: Ärzte profitieren beispielsweise von einem gesamtheitlichen Überblick zu Prävalenzen für verschiedene Krankheitsbilder. Darüber hinaus zeigt ihnen die Patientenwanderung, wie hoch die Akzeptanz ihres Krankenhauses in der Region ist. Stakeholder von Kliniken wie Medizintechnik- oder Pharmaunternehmen können das Potenzial für neue innovative Medizinprodukte auswerten und sich potenziell geeignete Krankenhäuser aus den Top-Leistungserbringern herausfiltern. Die Politik oder auch Beratungsunternehmen können die Erkenntnisse von Krankheitsverteilungen und Patientenwanderung als Grundalge für ihre Krankenhausplanung verwenden.

Zum kostenlosen interaktiven Code-Browser geht es hier lang.