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DMP: G-BA aktualisiert KHK und Diabetes mellitus Typ 1

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat die strukturierten Behandlungsprogramme (Disease-Management-Programme, DMP) für Koronare Herzkrankheit (KHK) und Diabetes mellitus Typ 1 aktualisiert.

Bei KHK wurden unter anderem Anforderungen an den Umgang mit Ko-/Multimorbidität einschließlich der Hinweise zur Multimedikation im Hinblick auf den aktuellen Stand der Wissenschaft überarbeitet. Außerdem wurden Hinweise zur Förderung von mehr körperlicher Aktivität, z.B. in medizinisch begleiteten Sportprogrammen in Herzgruppen, aufgenommen. Bei Diabetes mellitus Typ 1 hat der G-BA u.a. die Anforderungen an die ärztlichen Kontrolluntersuchungen, differenziert nach Kindern und Jugendlichen beziehungsweise Erwachsenen, neu gefasst. "Disease Management Programme sollten möglichst zielgruppenspezifisch ausgerichtet sein", erläutert Dr. Regina Klakow-Franck, Vorsitzende des Unterausschusses DMP, die Veränderungen. Sie müssten der häufig vorhandenen Multimorbidität der chronisch kranken Patienten gerecht werden.

Der G-BA hat neben den Neuerungen für KHK und Diabetes indikationsübergreifende Regeln für DMP in einer neuen Richtlinie festgelegt. Diese bildet die Grundlage für die Aktualisierung bereits bestehender und neuer DMP. Der Gesetzgeber hatte dem G-BA zum 1. Januar 2012 die inhaltliche Ausgestaltung der DMP übertragen. Die praktische Umsetzung erfolgt auf der Basis von regionalen Verträgen zwischen Krankenkassen sowie Vertragsärzten und Krankenhäusern. Das Bundesversicherungsamt prüft vor einer Zulassung eines Programms, ob die Verträge die Anforderungen des G-BA erfüllen. 2013 waren etwa 6,3 Millionen Versicherte in einem oder mehreren DMP eingeschrieben. Bundesweit sind derzeit über 10.000 Programme zugelassen.

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