Impfpflicht DKI-Blitzumfrage: Krankenpflegekräfte zu 95 Prozent geimpft

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Die Impfquoten in den deutschen Krankenhäusern liegen weit über dem Bevölkerungsdurchschnitt. Besonders hoch ist die Durchimpfung gegen Corona im Pflegedienst. Das ist das Ergebnis einer Umfrage im Krankenhaus-Pool des Deutschen Krankenhausinstituts (DKI).

Impfquote Covid-19 Impfpflicht
Die Impfquote beim Pflegepersonal in deutschen Kliniken liegt bei 95 Prozent. – © REDPIXEL (stock.adobe.com)

Die Blitzumfrage des DKI im Auftrag der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) ist eine Repräsentativbefragung mit bundesweit 246 Krankenhäusern ab 50 Betten. In den patientennahen wie den patientenfernen Bereichen liegt der Anteil der Mitarbeiter, die mindestens zweimal gegen Covid-19 geimpft sind, bei jeweils rund 90 Prozent. Besonders hoch ist die Quote in der Pflege mit 95 Prozent.

Einschränkungen durch Impfpflicht ab dem 15. März befürchtet

Trotz der hohen Impfquote erwarten viele Krankenhäuser dennoch personelle Einschränkungen infolge der einrichtungsbezogenen Impfpflicht. 85 Prozent der Kliniken mit einer Impfquote von weniger als 85 Prozent rechnen mit Beschränkungen. Bei Krankenhäusern mit mehr als 95 Prozent Impfquote sind es noch immer 42 Prozent. Das zeigt, wie dünn die Personaldecke in den Kliniken insgesamt ist und wie sehr schon relativ geringe Fluktuationen zu Problemen bei der Patientenversorgung führen können. Die Krankenhäuser melden zurück, dass sie auch weiterhin ihren erfolgreichen Weg gehen, den wenigen noch ungeimpften Beschäftigten gezielt Gespräche und Beratung anzubieten.

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„Die Zahlen zeigen, dass wir im Krankenhaus eine erfreulich hohe Impfquote erreicht haben, auch in den patientenfernen Bereichen. Gleichzeitig wird aber auch deutlich, dass durch die einrichtungsbezogene Impfpflicht dennoch Probleme auf die Patientenversorgung zukommen könnten. Umso wichtiger ist es, dass Rechtsklarheit hergestellt wird und die Gesundheitsämter nach dem 15. März einheitlich und mit angemessenen Übergangsfristen das weitere Verfahren umsetzen. Und wir brauchen neben dem politischen Bekenntnis nun auch die umgehende Umsetzung einer allgemeinen Impfpflicht. Denn es ist den Beschäftigten am Krankenbett auf Dauer kaum vermittelbar, warum sie selbst einer Impfpflicht unterliegen, gleichzeitig aber der weitaus größte Teil der Patienten und Patientinnen, um die sie sich kümmern müssen, die Impfung leichtfertig nicht genutzt hat“, erklärt der DKG-Vorstandsvorsitzende Dr. Gerald Gaß.

Patientenbehandlung schon jetzt gefährdet Bereits jetzt führen krankheitsbedingte Personalausfälle dazu, dass in rund der Hälfte der Krankenhäuser Betten auf den Allgemein- und Intensivstationen nicht vollumfänglich betrieben werden können. Fast zwei Drittel der Krankenhäuser verzeichnen mehr als übliche oder sogar deutlich höhere Ausfälle. Dazu erklärt Gaß: „Die Personalausfälle sind aktuell ein deutlich größeres Problem als in normalen Jahren. Das zeigt, dass wir die verbleibenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Patientenbehandlung bestmöglich entlasten müssen, um die Versorgung aufrechterhalten zu können.“ Dazu brauche es einen Bürokratie-Lockdown, der alle Dokumentationen, die nicht medizinisch-pflegerisch notwendig sind, aussetzt.

Management-Seminar

Ein Seminar von RS Medical Consult zum Thema „Einrichtungsbezogene Covid-19-Impfpflicht (§ 20a lfSG) für Krankenhäuser und Kliniken“ findet am 15. und 22. Februar 2022 online statt.

Mehr Informationen gibt’s hier.