Klinik -

DKG wehrt sich gegen qualitätsorientierte Vergütung

Wenn es um Qualitätssicherung im Gesundheitswesen geht, dann ist schnell von der qualitätsorientierten Vergütung die Rede. Doch das gefällt nicht allen, zumindest die Deutsche Krankenhausgesellschaft bezieht klar Position.

"Wir halten von der qualitätsorientierten Vergütung gar nichts", sagte Dr. Michael Mörsch in Berlin. Der Bereichsleiter Politik der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) verlangt, dass dieses Thema zuerst gründlich wissenschaftlich aufbereitet werden müsse. Außerdem sei Qualität "systemimmanent", so die Position der DKG.

Die Krankenhausgesellschaft sieht momentan keine Möglichkeit, Qualität als Indikator in der Abrechnung unterzubringen. Im Koalitionsvertrag steht, dass an der Qualität ausgerichtete Zu- und Abschläge eingeführt werden sollen.


Mörsch kritisiert auch die Strukturvorgaben von Krankenkassen und Ländern, bei denen es nur vordergründig um das Thema Qualität gehe. Tatsächlich dienten diese Vorgaben dazu, die "vermeintliche hohe Anzahl von Krankenhäusern zu reduzieren". Der DKG-Vertreter macht allerdings deutlich, dass man sich nicht grundsätzlich Qualitätsvorgaben verweigere. Diese müssten jedoch einheitlich über den Gemeinsamen Bundesausschuss kommen und nicht für jedes Bundesland einzeln erlassen werden.

Nachholbedarf bei Qualitätsberichten


Nachholbedarf räumt Mörsch bei den Qualitätsberichten der Kliniken ein: "Die Qualitätsberichte sind noch nicht so ausgestaltet wie sie sein sollten." Die Analysen müssten noch patientenfreundlicher werden.

© hcm-magazin.de 2019 - Alle Rechte vorbehalten
Kommentare
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar angeben zu können.
Login

* Pflichtfelder bitte ausfüllen