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Energiekosten senken Digitale Lösungen für mehr Liquidität

Krankenhäuser, Rehabilitations- und Pflegeeinrichtungen verbrauchen sehr viel Energie. Durch digitale Lösungen lassen sich in ganz beträchtlichem Ausmaß die Energiekosten senken.

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Steigende Energiekosten und die Notwendigkeit zur Kosteneffizienz bei Healthcare-Einrichtungen zwingen alle Betreiber zur Handeln. Digitale Lösungen können dabei helfen, die Energiekosten zu senken.

Energiecontrolling

Abrechnungen der Energieversorger sind komplex und, häufiger als Sie denken, fehlerbehaftet. Die Aufschlüsselung von Haupt- und Nebentarifen, Sondervereinbarungen, sämtlichen Bestandteilen der Energienebenkosten (mit und ohne Mehrwertsteuer), leistungsbezogenen oder auch abrechnungsrelevanten Einzelpositionen, verwirrt auch die Energieversorger selbst, die ja für die meisten Punkte lediglich das Inkasso vollziehen, da sie die Nebenkosten an mehrere Empfänger weiterleiten müssen.

Digitalisieren Sie die Energiethemen in Ihrem Unternehmen. Alle Daten fließen in einer Anwendung zusammen und werden Ihnen auf einer einzigen Oberfläche gebündelt. Die Sammlung Ihrer Daten geschieht vollautomatisch, ohne eigenen Aufwand. Die klare und übersichtliche Struktur der Aufbereitung versetzt Sie in die Lage, Verbrauch und Kosten detailliert auszuwerten und einfach zu verwalten. Die Bereinigung der Daten erfolgt direkt in der Software: fehlerhafte Daten werden selbständig erkannt und aussortiert.

Darüber hinaus lassen sich die eigenen Daten in alle Richtungen auswerten und so Trends und Abweichungen erkennen. Das ist eine Steilvorlage zum Erkennen und Bewerten von Energieeffizienzpotenzialen.

Umsatzsteueroptimierter Energieeinkauf

Unternehmen und Organisationen, die nicht vorsteuerabzugsberechtigt sind, zahlen bei jedem Einkauf sieben Prozent oder gar 19 Prozent mehr. Energienebenkosten wie EEG-Umlage, Stromsteuer beim Strom und Energiesteuer beim Erdgas sind generell von der Umsatzsteuer befreit.

Doch die üblichen Verträge mit den Energieversorgern, entweder direkt oder über Plattformen abgeschlossen, inkludieren die Mehrwertsteuer auf alle Bestandteile der Energiekosten, auch auf die, die vom Gesetz her von der Umsatzsteuer befreit sind. Generell werden bei den üblichen Abrechnungen alle Bestandteile einzeln ausgewiesen und dann auf die Summe die Mehrwertsteuer erhoben. Somit ist es nicht möglich, einzelne Bestandteile ohne Umsatzsteuer zu berechnen.

Insgesamt gibt es drei Möglichkeiten ohne Lieferantenwechsel diese Potenziale zu heben.:

  1. Versorgereigenschaft gemäß §2 Nr. 1 Stromsteuergesetz (StromStG)
  2. Organschaft gemäß §2 Abs. 2 Nr. 2 Umsatzsteuergesetz (UStG) i.V. mit Verordnung zur Durchführung des Stromsteuergesetzes (Stromsteuer-Durchführungsverordnung - StromStV)
  3. Medienlieferung gemäß UStG

Die ersten beiden Möglichkeiten verursachen Meldepflichten und die Beachtung zusätzlicher Vorgaben - ein beachtlicher Aufwand - und verlagern das Haftungsrisiko in das Unternehmen. Auch besteht das Risiko, bei Änderungen im StromStG bzw. der StromStDV die gesetzliche Grundlage für diese beiden Modelle zu verlieren. Die von uns präferierten Lösung basiert ausschließlich auf dem Umsatzsteuergesetz, also dem Gesetz, in dem geregelt ist, das bestimmte Bestandteile des Energiepreises nicht umsatzsteuerbar sind. 

Diese Lösung greift nicht in die Anlagentechnik ein und erfordert weder Firmengründungen noch einen Lieferantenwechsel. Sie basiert auf einem Vertragswerk, so dass sie rein digital abgewickelt werden kann. Es sind keine Vororttermine und keine Messungen erforderlich. Alle Abstimmungen können über Videokonferenz abgewickelt werden. Es sind nur wenige Schritte notwendig, diese Lösung lässt sich in zwei bis spätestens drei Monaten implementieren.  

Fernwärme-Grundpreis-Optimierung 

Jahresrechnungen Energie sind mehrseitige Dokumente mit zahlreichen Positionen. Neben der umfassenden Darstellung der Abrechnung der Wärmemengen, Sondervertragsbestandteilen und Messpreisen wird auch ausführlich der Leistungspreis (Grundpreis) aufgeschlüsselt. Die Abrechnung erfolgt jedoch nicht nach monatlicher Nutzung, so wie beim Strom, sondern laut Vertrag, es sei denn, die Leistung liegt deutlich bzw. dauerhaft über dem vereinbarten Wert. Doch wie sieht es mit der tatsächlich bezogenen Leistung aus? Diese erfährt man nur auf Nachfrage bzw. wenn man vom Versorger das Lastprofil anfordert und sich selbst ein Bild macht. Die Erfahrung zeigt, das die tatsächlich bezogene Leistung meist unter der vertraglich vereinbarten Leistung liegt, in vielen Fällen sogar deutlich darunter, also bei 60 bis 70 Prozent.

Bei dieser Gelegenheit lohnt sich auch ein Check, ob die vertraglich vereinbarte Trasseneinspeisemenge (m3/h) und die Temperaturniveaus von Einspeisung und Ausspeisung noch passen, denn diese bestimmen die Höhe des Leistungspreises.

Wir empfehlen einen jährlichen Check nicht nur der Lieferverträge sondern insbesondere der Vertragsdetails. Die Optimierung wickeln wir rein digital ab. Es sind keine Vororttermine und keine Messungen erforderlich. Alle Abstimmungen können über Videokonferenz abgewickelt werden. Es sind nur wenige Schritte notwendig, diese Lösung lässt sich in zwei bis spätestens drei Monaten implementieren.

Fazit

Die Qualität der abrechnungsrelevanten Energiedaten ist häufig unzureichend und deren Prüfung mit viel Arbeitszeit erfahrener Fachkräfte verbunden. Mittels automatisierter Rechnungsprüfung können Energiekosten um bis zu 15 Prozent reduziert und der eigene Aufwand in der Buchhaltung um bis zu 85 Prozent gesenkt werden (Energiecontrolling).

Kliniken und Senioreneinrichtungen könnrn beim Einkauf z.B. wie Banken und Versicherungen keine Mehrwertsteuer abziehen. Sie sind gegenüber anderen Unternehmen benachteiligt. Die Optimierung der Energienebenkosten schafft zusätzliche Liquidität ( umsatzsteueroptimierter Energieeinkauf).

Gebäude werden geplant, entwickelt und technische Daten definiert. Gerade die Anschlussleistungen beim Bezug von Fernwärme wird mit „Nahtzugabe“ konzipiert, schließlich sollte es besser zu warm als zu kalt sein. Hier schlummern große Optimierungspotenziale (Fernwärme-Grundpreis-Optimierung).

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