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bvitg Diese Berufsgruppen werden bei Digitalisierung vergessen

In einem Positionspapier fordert der Bundesverbands Gesundheits-IT mehr Einbezug aller Berufsgruppen aus dem Gesundheitswesen bei der Digitalisierung der Branche. So fänden Ärzte, und zunehmend die Pflege Gehör in politischen Debatten, doch den "sonstigen Leistungserbringern", wie Geburtshelfenden, mangele es an einer starken Lobby. Die Forderungen im Überblick.

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Mit 5,7 Millionen Erwerbstätigen ist das Gesundheitswesen einer der bedeutendsten Sektoren in Deutschland. Trotz enormer Vielfalt an Betätigungsfeldern, dominieren in der öffentlichen und politischen Debatte v.a. die „klassischen“ Berufe wie Ärzte. Zwar findet die Pflege zunehmend Beachtung, doch andere Gruppen wie Geburtshelfende oder Heil- und Hilfsmittelerbringerinnen und -erbringer werden in der Digitalisierungsdebatte als sogenannte „Sonstige Leistungserbringer“ oft außen vor gelassen.

Digitalisierung: An alle Berufsgruppen denken

„Unser Gesundheitswesen ist äußerst komplex und vielfältig, deshalb ist es erfolgsentscheidend, dass alle Akteure und Berufsgruppen bei der Digitalisierung beteiligt werden.“, erklärt Sebastian Zilch, Geschäftsführer des Bundesverbands Gesundheits-IT (bvitg). „Aus diesem Grund setzen wir uns mit Nachdruck dafür ein, dass im Sinne eines sektorübergreifenden digitalen Versorgungsprozesses alle beteiligten Akteure mitgedacht werden.“

Positionspapier des bvitg

Welche konkreten Maßnahmen der bvitg für die Einbeziehung der Sonstigen Leistungserbringer in den Digitalisierungsprozess für notwendig erachtet, skizziert der Verband in einem neuen Positionspapier. Kernforderungen sind dabei u.a.:

  • Eine gesetzlich geregelte Verpflichtung zur Anbindung an die Telematikinfrastruktur (TI) für alle Gesundheitsberufe und -einrichtungen bis 2022, verbunden mit Regelungen zur Refinanzierung der notwendigen Investitionen.
  • Die Ablösung papiergebundener durch elektronische Verfahren.
  • Eine Harmonisierung datenschutzrechtlicher Standards und die Reduzierung bürokratischer Vorgaben mit dem Ziel, innovationsfreundliche rechtliche Rahmenbedingungen zu schaffen.
  • Die Einbeziehung der Industrie mit dem Ziel praxisnaher, nutzenstiftender Lösungen.
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