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Klinikverpflegung Wie sieht die zukunftsfähige Krankenhausküche aus?

Die Themen Effizienz, Qualität und Digitalisierung betreffen auch ein Grundbedürfnis des Menschen. Die Speisenversorgung im Krankenhaus rückt in den Fokus. Bei der ersten digitalen Messe des Verpflegungsspezialisten apetito ging es um die zukunftsfähige Küche.

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Die aktuelle Messe des Spezialisten für Tiefkühlkost, Menükomponenten und Verpflegungskonzepte, apetito hat, wie so vieles derzeit, in rein digitaler Form stattgefunden. In virtuellen Räumen gab es Vorträge und Diskussionsforen rund um das Thema Essen und Verpflegung. Die Krankenhausverpflegung der Zukunft war eins der Hauptthemen, bzw. die Zukunftsfähigkeit der Klinikküchen und da gibt es nach Meinung des Dozenten Matthias Mertens viel Bedarf.

Fachkräftemangel auch in Klinikküchen

Mertens ist Berater und Experte für Verpflegungslösungen in Kliniken und weiß, die Küchen in vielen Häusern in Deutschland leiden am Personalmangel im Allgemeinen und am Fachkräftemangel im Speziellen. Das Durchschnittsalter der Küchenbediensteten liegt laut Mertens bei über 50. Und Nachwuchs ist Mangelware.

Das Essen wird zum Aushängeschild

Hinzu kommt, dass Patientinnen und Patienten beim Essen anspruchsvoller werden und die Häuser so zum Umdenken zwingen. Vegetarische und vegane Kost werden immer mehr nachgefragt, Nachhaltigkeit und biologische Herkunft des Essens wird immer wichtiger. Das Essen in einer Klinik wird also immer mehr auch ein Wahlkriterium für eine Klinik.

Dazu bieten Kliniken natürlich spezielle Kost an, die religiösen Vorschriften Rechnung trägt und Speisen, die auf die Krankheiten der Menschen zugeschnitten sind und etwa auf spezielle Diäten, Allergien oder Schluckbeschwerden Rücksicht nehmen.

Systemküchen im Aufwind

Immer mehr Aufgaben kommen also auf die Küchen in den Kliniken zu und viele davon sind den neuen Anforderungen nicht oder nicht genügend gewachsen, denn zu den Personalproblemen kommt noch, dass die Küchen durchschnittlich mehr als 30 Jahre alt sind.

Apetito bieten sich an dieser Stelle als Kooperationspartner für die Kliniken an, die sich umstrukturieren wollen. Die konventionelle Küche wird laut Mertens zu Gunsten einer Systemküche immer weiter zurückgebaut. Die Vorteile liegen auf der Hand: Während in der konventionellen Küche von A bis Z alles von der Klinik organisiert werden muss, nehmen Partner wie apetito den Einrichtungen einiges ab. So müssten sich die Küchenleitungen nicht mehr um den Einkauf, die Vorbereitungen und das Kochen kümmern. Das würde von der Partnerfirma übernommen und den Arbeitsaufwand senken. Die Häuser müssten in diesem Beispiel nur noch das Portionieren und die Ausgabe übernehmen.

Steigerung der Produktivität

Apetito tritt als Prozesspartner auf, der das Krankenhaus von der Planung, über die Umstrukturierung, den Umbau, bis zur Schulung der Mitarbeitenden unterstützt. Unterm Strich steigert eine Systemküche laut Mertens die Produktivität: So können mit weniger Personal das bestehende Pensum aufrechterhalten werden oder bei gleicher Mannschaftsstärke in der Küche mehr Menschen versorgt werden.

Nach der Online-Messe wird klar: Firmen wie Apetito nutzen die strukturellen und finanziellen Probleme in Krankenhausküchen für ihre Zwecke. Fakt ist aber auch: Sie bieten handfeste Lösungen an. Auch wenn vielleicht nicht jedes Haus seine Küche umstrukturiert, auf Tiefkühlmenüs setzt und sich in die Hände eines Komplettanbieters begibt, so kann das vorgestellte System für manche Einrichtung die Lösung sein.

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