Pflege -

Städtisches Klinikum München Die ersten Pflegefachkräfte aus Italien sind da

Bis Ende August soll die 24-köpfige Gruppe italienischer Pflegefachkräfte für die Teamverstärkung der Münchner Einrichtung vollständig sein. Die Auslandsakquise ist neben Ausbildung, Fort- und Weiterbildungsangeboten und einer Mitarbeiterwerbeprämie sowie der Maßnahmen, mit der die städtischen Kliniken Fachpersonal aufbauen möchten.

Mit Italien, Portugal und den Philippinen verstärken dieses Jahr drei Nationen die städtischen Kliniken im Rahmen der Auslandsakquise um insgesamt 70 Pflegefachkräfte. Elf philippinische Kollegen sind bereits im Mai angekommen und arbeiten sich aktuell auf ihren Stationen ein – von der Orthopädie bis zur Frühchenstation. Bis Ende August wird auch die 24-köpfige Gruppe italienischer Neuankömmlinge vollständig sein. „Wir wollen unsere offenen Stellen unbedingt besetzen und damit unsere Teams von Mehrarbeit entlasten. Außerdem unternehmen wir große Anstrengungen, um für alle ein attraktiver Arbeitgeber zu sein“, sagt Dr. Axel Fischer, Vorsitzender der Geschäftsführung des Städtischen Klinikums.

Strukturiertes Patenprogramm sorgt für gute Integration

Die Pflegeausbildung der neuen Mitarbeiter sei durchweg mit hierzulande gängigen Abschlüssen vergleichbar, oftmals handele es sich im Heimatland um universitäre Ausbildungsgänge. Für die erfolgreiche Integration der hochqualifizierten Pflegekräfte setzen sich die Mitarbeitenden des Städtischen Klinikums ein: Die italienischen Pflegekräfte ziehen für die Zeit bis zur Anerkennung in Einzimmerwohnungen auf dem Gelände des Klinikums Harlaching, die das Immobilienmanagement des Unternehmens organisiert hat. Die Ankunft erleichtern engagierte Kollegen aus der Personalabteilung – sie holen die italienischen Fachkräfte persönlich am Flughafen ab, begleiten zur Bank und auf den ersten Fahrten durch das Münchner U-Bahnnetz. Über WhatsApp beantworten sie auch außerhalb der regulären Arbeitszeiten Fragen. Ein zweiwöchiger Einführungskurs in den Kliniken wird von den Praxisanleitern des Klinikums selbst gestaltet. Gerade die neuen Kollegen auf den Stationen stehen den italienischen Pflegekräften geduldig mit Rat und Tat zur Seite.

Laut Einrichtung gibt es darüber hinaus ein strukturiertes Patenprogramm, das die Neuankömmlinge schon vor der Ankunft in Kontakt mit ihren künftigen Kollegen bringt. Diese Gemeinschaftsleistung ermögliche neben der gelungenen Integration auch einen schnellen Anerkennungsprozess, durch den die italienischen Pflegekräfte baldmöglichst als vollwertige Fachpflegekraft in Deutschland arbeiten dürfen und die Teams nach möglichst kurzer Zeit in allen Belangen unterstützen. Denn obwohl die Pflegekräfte eine vollständige Pflegeausbildung und teils mehrere Jahre Berufserfahrung mitbringen, können sie bis zur erfolgreich bestandenen Anerkennungsprüfung zunächst nur als Pflegehelfer tätig sein.

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