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Arbeitgeberranking von Young Professionals Die Bundeswehr ist attraktivster Arbeitgeber

Junge Mediziner und Gesundheitswissenschaftler würden am liebsten bei der Bundeswehr arbeiten. Die Charité und die Helios-Kliniken folgen auf Platz drei. Das zeigt das aktuelle Universum-Arbeitgeberranking.

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Für zwölf Prozent der befragten Young Professionals mit einem Hochschulabschluss in Medizin oder Gesundheitswissenschaften ist die Bundeswehr der attraktivste Arbeitgeber. Es folgen Siemens auf Platz zwei und die Charité – Universitätsmedizin Berlin sowie die Helios-Kliniken auf Platz drei. Die Bundeswehr ist dabei für Frauen sogar etwas attraktiver als für Männer: Zehn Prozent der Männer hätten am liebsten einen Job bei der Bundeswehr, im Gegensatz zu 13 Prozent der Frauen.

Das Ranking der „Top Ten“

1. Bundeswehr

2. Siemens

3. Charité – Universitätsmedizin Berlin

3. Helios-Kliniken

3. Max-Planck-Gesellschaft

6. Roche

7. Bayer

7. Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE)

9. Fraunhofer-Gesellschaft

9. Universitätsklinikum Heidelberg

Für das Universum-Arbeitgeberranking der Young Professionals 2017 wurden von Oktober 2016 bis Juli 2017 insgesamt 8.503 junge Berufstätige, darunter 362 Young Professionals mit einem Hochschulabschluss in Medizin oder Gesundheitswissenschaften befragt. Als Young Professionals gelten Akademiker, die bis zu 40 Jahre alt sind und mindestens ein und höchstens acht Jahre Arbeitserfahrung nach Abschluss des Studiums haben. Die Befragten gaben u.a. Auskunft darüber, bei welchen Unternehmen sie gerne arbeiten möchten, nach welchen Kriterien sie Arbeitgeber bewerten, welche Gehaltsvorstellungen sie haben und welche langfristigen Karriereziele sie verfolgen.

Attraktiv: gutes Grundgehalt und Anerkennung

Generell wichtigstes Attraktivitätskriterium eines Arbeitgebers ist für die Befragten aus dem Bereich Gesundheitswissenschaften und Medizin ein attraktives Grundgehalt. An zweiter Stelle steht die Anerkennung von Leistung, gefolgt von der Förderung zukünftiger Weiterbildung. Auf Platz vier  und fünf folgen ein freundliches Arbeitsumfeld und eine sichere Anstellung.

Wo sich Männer und Frauen unterscheiden

Unterschiede zeigen sich zwischen Frauen und Männern. So geben die weiblichen Befragten aus der Medizin oder den Gesundheitswissenschaften als wichtigstes Attraktivitätskriterium die Anerkennung von Leistung an. An zweiter Stelle steht für sie ein attraktives Grundgehalt, gefolgt von der Förderung zukünftigen Weiterbildung. Die männlichen Befragten geben ein attraktives Grundgehalt als attraktivste Eigenschaft eines Unternehmens an. An zweiter Stelle nennen sie ein hohes Maß an Verantwortung und auf Rang drei platzieren sie ein hohes Einkommen in der Zukunft.

Top-Karriereziel: Work-Life-Balance

Gute Nachrichten für Arbeitgeber, die Führungsnachwuchs suchen: Führungskraft mit leitender Funktion ist Karriereziel Nummer drei. 35 Prozent der befragten Mediziner und Gesundheitswissenschaftler streben danach. Noch wichtiger ist für diese ein sicherer und beständiger Job. Das Top-Karriereziel ist Work-Life-Balance, sie ist für insgesamt 63 Prozent eines der drei wichtigsten Karriereziele. Mit 68 Prozent legen Frauen deutlich mehr Wert darauf als Männer (53 Prozent). Die Befragten aus den Gesundheitswissenschaften und der Medizin verstehen darunter v.a. ein positives Arbeitsklima (46 Prozent), ausreichende Erholungsphasen nach Belastungsspitzen (26 Prozent) und die Einhaltung der Regelarbeitszeit (25 Prozent).

Young Professionals sind wechselwillig

Die Studie zeigt, dass Young Professionals im Allgemeinen zufrieden mit ihren aktuellen Arbeitgebern sind. Auf einer Skala von eins bis zehn geben sie ihrer Zufriedenheit im Durchschnitt 6,9 Punkte, wobei Männer etwas zufriedener sind als Frauen. Aber: Im allgemeinen Durchschnitt ist jeder dritte Befragte daran interessiert, noch im nächsten Jahr seinen Job zu wechseln. Bei den Young Professionals aus den Gesundheitswissenschaften und der Medizin trifft das lediglich auf jeden vierten zu. In den letzten zwölf Monaten haben sich 24 Prozent bereits bei anderen Arbeitgebern beworben.

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