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St. Elisabethen-Krankenhaus Frankfurt „Die beste Lösung für unser Haus“

Das Frankfurter St. Elisabethen-Krankenhaus, das Teil der Katherina Kasper ViaSalus GmbH ist, wechselte zum 29. Mai in die Artemed Gruppe.

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Das Frankfurter St. Elisabethen-Krankenhaus wurde an die Artemed abgetreten, da diese über eine langjährige Erfahrung in der Übernahme von Häusern mit kirchlicher Tradition verfügt.

„Die Weiterführung des St. Elisabethen-Krankenhauses im Geiste der Katherina Kasper ViaSalus GmbH war uns ein wichtiges Anliegen. Mit der Artemed Gruppe haben wir einen Käufer gefunden, in dessen Hände wir unser Haus vertrauensvoll übergeben können“, erklärt Provinzoberin Sr.  Theresia Winkelhöfer.

In der Artemed Gruppe nicht gibt es bereits einige Häuser mit christlichen Traditionen, z.B.

  • die Benedictus Krankenhäuser am Starnberger See,
  • die Eifelklinik  St. Brigida,
  • die Klinik Vincentinum in Augsburg,
  • das Hospital zum Heiligen Geist in Kempen und
  • das Heilig-Geist Hospital in Bensheim.

Beste Voraussetzungen für eine medizinische Erfolgsgeschichte

Die Geschichten der Bensheimer Klinik und die des St. Elisabethen-Krankenhauses ähneln sich. Beide Häuser verfügen über eine jahrhundertelange Tradition und sind Grund- und Regelversorger der regionalen Gesundheitsversorgung in Hessen. „Diese Verwurzelung werden wir weiter festigen. Das St. Elisabethen-Krankenhaus verfügt über eine großartige Kombination aus modernster Medizin und menschlicher Zuwendung in christlicher Tradition, gekoppelt mit einem sehr engagierten Team, das dem Haus trotz Insolvenz die Stange hält. Das sind optimale Voraussetzungen für ein Krankenhaus auf Top-Niveau“, betont Artemed-Geschäftsführer Dr. Benjamin Behar.

Es gelte nun, auf den guten, bereits begonnenen Ansätzen aufzubauen und zunächst den hochmodernen Neubau inklusive OP-Trakt weiter in Gang zu bringen. „Inhaltlich steht sowohl die Stärkung der bestehenden Abteilungen als auch der weitere Ausbau hochspezialisierter Zentren für einzelne Fachabteilungen im Vordergrund. Ergänzend soll die enge Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Kollegen weiter fokussiert werden“, erklärt Behar.  

Erfolgsmodell Heilig-Geist Hospital Bensheim

Im hessischen Bensheim hat sich das in den vergangenen Jahren bewährt: „In einer Zeit, in der viele vor Investitionen zurückgeschreckt sind, hat man keine Kosten und Mühen gescheut, das Haus mit Ausstattung und Personal zu stärken. Die Aufbruchsstimmung, die entstanden ist, war phänomenal. Alleine, dass so viele neue, hochqualifizierte und engagierte Ärzte und Pflegekräfte gewonnen werden konnten, trotz des großen Personalmangels, mit dem sich der gesamte Krankenhaussektor konfrontiert sieht spricht wohl eine ganz eigene Sprache“, sagt Rutger Hetzler, Vorstand der Heilig-Geist Stiftung Bensheim.

Auch im St. Elisabethen-Krankenhaus ist vom Personalabbau keine Rede. Alle Mitarbeiter werden mit ihren bestehenden Verträgen übernommen – und auch der Name des Hauses bleibt bestehen. 

Das St. Elisabethen-Krankenhaus – Hintergründe des Verkaufs

Die Voraussetzung für die Veräußerung des St. Elisabethen-Krankenhauses war die Neuaufstellung von ViaSalus im Zuge des seit rund vier Monaten andauernden Eigenverwaltungsverfahrens. Im Zuge dessen ist besonders die Krankenhaussparte umfassend restrukturiert worden. Mit dem Verkauf des St. Elisabethen-Krankenhauses wird der Standort in Frankfurt am Main aus der ViaSalus herausgelöst. Dieser war durch die Verzögerung von Baumaßnahmen in wirtschaftliche Schieflage geraten.

Der am vergangenen Mittwoch unterschriebene Kaufvertrag mit der Artemed Gruppe ist Teil des Insolvenzplans zur Sanierung von ViaSalus. Der Plan wird in Kürze dem Insolvenzgericht vorgelegt. Anschließend stimmen die Gläubiger über die Annahme des Plans ab, so dass mit einer Beendigung des Insolvenzverfahrens bereits am 31. Juli 2019 zu rechnen ist.

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