Buchtipp Die Banerji-Protokolle und warum man bei der Krebstherapie über den Tellerrand blicken sollte

Dr. Miguel Corty Friedrich verspricht in seinem neuen Buch: „Krebs ist heilbar!“ Weil er es selbst schon mehrere Male erlebt hat – dank dem „revolutionären Heilungsansatz“ der Banerji-Protokolle. Ob die reißerische Wortwahl weise gewählt ist, kann man diskutieren. Jedoch nicht zur Diskussion steht am Ende des Buches, dass im Falle von Krebs stets alle erdenklichen Therapiemöglichkeiten bedacht werden müssen, auch unbekanntere Therapien hundertprozentige Heilungschancen bieten können und Empfehlung und Wahl rein zum individuellen Wohle des Patienten – im wörtlichen Sinn – getroffen werden dürfen.

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Bei der Lektüre des Buches der „Die Krebsrevolution. Wege aus der Angst durch integrative Medizin“ lernt man zunächst eines: Krebs ist keine Erkrankung eines Organs, sondern ein Kranksein des ganzen Menschen. Dieser Fakt ist in der Therapieentscheidung zu jedem Zeitpunkt zu berücksichtigen.

Auf 270 Seiten erklärt der Autor Dr. Miguel Corty Friedrich Ärzten und Patienten, dass es eine Möglichkeit gibt, Krebs zu heilen. Die Stichworte hierfür lauten Nanopartikel und Banerji-Protokolle. Bei letzterem handelt es sich um ein Behandlungsschema, das immer gleich ist und ohne Abweichungen wiederholt wird. Die Therapie besteht aus verschiedenen homöopathischen Produkten unterschiedlicher Zusammensetzung und unterschiedlichen Verdünnungsstufen, die auf wissenschaftlichen Erkenntnissen in der Nanotechnologie beruhen. Dabei geht es ihm nicht darum, sämtliche klassische Krebstherapieformen und Chemotherapeutika zu verurteilen, vielmehr ist sein Buch ein Plädoyer für eine integrative Medizin, in der Ärzte für das Wohl ihrer Patienten sämtliche Möglichkeiten der Krebstherapie betrachten und deren Nutzen für den jeweiligen individuellen Patienten abwägen. In diesem Satz verbirgt sich ein weiteres zentrales Statement von Friedrich: Jeder Patient und jede Krebserkrankung ist anders und kann nicht unmittelbar verglichen werden.

Letztendlich führt Friedrich in auch für den gebildeten Patienten gut verständlichen Kapiteln aus, wie mit Hilfe der Banerji-Protokolle und der ganzheitlichen Betrachtung des individuellen Menschen Krebs geheilt wurde. Jeweils am Anfang einiger Kapitel zeigen Fallbeispiele und Erfolgsgeschichten bei Menschen, für die die, nennen wir es Schulmedizin, keine weiteren Alternativen mehr anbieten konnte. Dabei scheint bei der Heilung immer auch die Psyche der Patienten eine große Rolle zu spielen; ebenso wie das Wohlbefinden an sich. Viele Leiden von Menschen mit Krebs, die so kräftezehrend sind, dass sie sogar zum Tod führen können, entstehen erst durch die Behandlung, nicht durch den Krebs, den Tumor an sich. Auch dafür versprechen die Banerji-Protokolle Heilung, in vielen Fällen sogar mit einer kompletten Tumorrückbildung. Der erkrankte Patient oder der mitfühlende Angehörige wird an manchen Stellen des Buches Hoffnung schöpfen und überlegen, wo der nächste Arzt in Deutschland nach den Banerji-Protokollen praktiziert, in den USA umso mehr. Das dürfte allerdings schwierig werden, zumal die Therapieform in Deutschland kaum bekannt ist. Friedrich hat erst in diesem Jahr mit den ersten Schulungen begonnen.

Generell sei über dieses Buch gesagt: Es zeigt, dass eine homöopathische Behandlung bei Krebs, wenn nach fundiertem Wissen ausgeführt, genauso wirksam – an manchen Stellen sogar besser wirksam sein kann, wie z.B. Chemotherapie oder Immuntherapie. Deshalb sollte die Therapie nach den Banerji-Protokollen dem behandelnden Arzt in jedem Fall bekannt sein, zumal es seine Aufgabe ist, dem Patienten „mit der Therapie in keinem Fall einen Schaden zuzufügen“.

Liest man Friedrichs Ausführungen scheint dieses so wichtige Grundelement der praktizierenden Mediziner im Alltag zwischen OP und Tumorkonferenz oft vergessen zu werden.

Trotz der positiven und hoffnungsgebenden Grundhaltung des Buches braucht der Leser keine Sorge vor Verharmlosung zu haben. Friedrich führt die ganze Vernichtungskraft von Krebs ins Feld und schafft mit diesem Werk dennoch etwas ganz wichtiges: Er gibt der Erkrankung einen tieferen Sinn, den Arzt und Patient individuell zu verstehen haben.

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Infos auf einen Blick
Friedrich, M. C. (2016) Die Krebsrevolution. Wege aus der Angst durch integrative Medizin. München: Europa-Verlag.