Gesundheit -

Nachhaltigkeit DGE veröffentlicht Positionspapier

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) fordert und fördert eine nachhaltigere Ernährung – etwa durch deren Umstellung auf mehr pflanzliche Lebensmittel, wie sie in ihrem Positionspapier darlegt.

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Die Kernaussage des neuen Positionspapiers zur nachhaltigeren Ernährung, das die DGE am 8. Juni 2021 anlässlich des digitalen Nationalen Dialogs „Wege zu nachhaltigen Ernährungssystemen” veröffentlicht hat, ist die Umstellung auf pflanzliche Lebensmittel.

Der Beitrag der Ernährung an den weltweiten Treibhausgasemissionen liegt bei 25 bis 30 Prozent. Angesichts dieser Zahlen sei es notwendig, die Ernährungsweise so zu gestalten, dass nicht unnötig Ressourcen verbraucht würden. "Daher berücksichtigt die DGE neben der Gesundheit, die entsprechend ihren satzungsgemäßen Aufgaben im Vordergrund steht, zukünftig in ihren Empfehlungen und Aktivitäten die Dimensionen Umwelt, Soziales und Tierwohl stärker", erklärt Prof. Britta Renner, Vizepräsidentin der DGE und Erstautorin des Positionspapiers.

In ihrem Papier orientiert sich die Fachgesellschaft an den Ausführungen im Gutachten des Wissenschaftlichen Beirats für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (WBAE). Mit dem Positionspapier möchte die DGE eine Basis für ein gemeinsames Verständnis von nachhaltigerer Ernährung schaffen. Forschende verschiedener Bereiche der Ernährungswissenschaft könnten sich darauf aufbauend differenzierter und vergleichbarer mit einer nachhaltigeren Ernährung auseinandersetzen und sie weiterentwickeln.

Eine faire Ernährungsumgebung

Damit Verbrauchende eine nachhaltigere Ernährung realisieren können, ist die Gestaltung fairer Ernährungsumgebungen zentral. "Wir alle beeinflussen durch das, was wir essen und trinken nicht nur unser eigenes Wohlergehen. Unser Verhalten wirkt sich auch auf die Umwelt aus", sagt Renner. Allen Menschen sollen, ungeachtet ihrer ökonomischen und sozialen Situation, gleichermaßen der Zugang zu gesünderen und nachhaltigeren Angeboten ermöglicht werden.

DGE Ernährungsempfehlungen für eine nachhaltigere Ernährung

Gemäß dem Auftrag der DGE steht die Gesundheit bei ihren Projekten im Vordergrund. Eine vollwertige Ernährung nach den Empfehlungen der DGE ist abwechslungsreich und betont den Verzehr von Lebensmitteln pflanzlichen Ursprungs. Dadurch wird die Versorgung mit essentiellen Nährstoffen sichergestellt und sowohl eine Unterversorgung (Mangelernährung) als auch eine Überversorgung verhindert. Damit wird auch zur Prävention ernährungsbedingter Krankheiten beigetragen.

Darüber hinaus benennt die DGE in ihrem Positionspapier Bereiche, in denen weitere Dimensionen einer nachhaltigeren Ernährung berücksichtigt werden, dazu gehören die DGE-Qualitätsstandards für die Gemeinschaftsverpflegung sowie die lebensmittelbezogenen Ernährungsempfehlungen (food-based dietary guidelines, FBDG).

Die DGE veröffentlicht das Positionspapier zur nachhaltigeren Ernährung in der Ernährungsumschau, zunächst online in der Rubrik Ahead of Print. Die Publikation steht im Open-Access-Format zum Download zur Verfügung.

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