Politik -

Deutschland bei der Notfallversorgung gut aufgestellt

Gut organisiert und ausgestattet, so sieht die Bundesregierung die Notfallversorgung in Deutschland. Doch Ärzte behandeln immer mehr Patienten in der Notaufnahme. Einen Facharzt für Notfallmedizin soll es deshalb aber nicht geben.

Themenseite: Healthcare Management

Die Notfallversorgung ist in Deutschland laut Bundesregierung grundsätzlich gut organisiert und ausgestattet. Das geht aus der Antwort auf eine Anfrage der Linksfraktion hervor. Allerdings weist die Regierung darauf hin , dass Probleme und weiterer Verbesserungsbedarf derzeit in einer Bund-Länder-Arbeitsgruppe zur Krankenhausreform erörtert werden. Diese soll bis Jahresende 2014 Eckpunkte vorlegen.

Momentan nehmen nach Angaben der Krankenkassen von den 1.692 allgemeinen erfassten Krankenhäusern rund 92 Prozent an der Notfallversorgung teil, schreibt die Regierung in ihrer Antwort weiter. 2012 wurden fast 18 Millionen Patienten in den Kliniken vollstationär versorgt, darunter rund 7,5 Millionen oder 41,5 Prozent als Notfälle.

Der Versorgungsumfang habe sich seit 2005 kontinuierlich erhöht: Damals waren es noch rund 16 Millionen vollstationäre Klinikpatienten und rund 5,4 Millionen oder 33,7 Prozent, die als Notfälle in ein Krankenhaus kamen.

Kein Facharzt für Notfallmedizin geplant

Aufgrund der steigenden Notfallquoten sei von einer steigenden Inanspruchnahme der Notaufnahmen auszugehen, heißt es. Einen eigenen Facharzt für Notfallmedizin soll es nach Kenntnis der Regierung derzeit nicht geben. Ärzteverbände hätten im Rahmen der Novellierung der Musterweiterbildungsordnung (MWBO) keine solche Forderung eingebracht, heißt es. Vielmehr werde die Einführung einer Zusatzweiterbildung diskutiert.

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