Gebäude&Technik -

Princess Máxima Center, Utrecht Desinfizierbare Vinyl-Möbelstoffe unterstützen die pädiatrische Onkologie

Die Inneneinrichtung des Princess Máxima Centers in den Niederlanden, ein pädiatrisches Onkologiezentrum, basiert auf dem Konzept der entwicklungsorientierten Pflege. Zum speziellen Raumdesign gehören auch funktionale, kindgerechte und pflegeleichte Möbel.

Themenseite: Neubau & Sanierung

Das Princess Máxima Center in Utrecht gehört zu den größten pädiatrische Onkologiezentren in Europa. Auf einer Fläche von 45.000 Quadratmetern vereint es Bereiche für Behandlung, Pflege, Forschung, Bildung und Ausbildung. Im vergangenen Jahr entstand ein neues Gebäude für den Pflegebereich, dessen Inneneinrichtung auf einem besonderen Konzept basiert: der entwicklungsorientierten Pflege. Damit soll die Entwicklung der vom Krebs betroffenen Kinder während der Behandlung so weit wie möglich unterstützt und fortgesetzt werden. Das Raumdesign sieht daher viel Fläche zum Spielen, Lernen und Entdecken vor.

Eine besondere Herausforderung für die Planer war die Gestaltung von funktionalen und dennoch kindgerechten Möbeln. Hier war v.a. pflegeleichtes, desinfizierbares Material in einer großen Farbauswahl gefragt. Für die Bezüge der Sitzmöbel kamen deshalb in fast allen Bereichen verschiedene Vinyl-Möbelstoffe von Vescom zum Einsatz.

Das Einrichtungskonzept der neuen Räumlichkeiten des Princess Máxima Center stammt vom niederländischen Büro für Office Design Gispen in enger Zusammenarbeit mit MMEK, Agentur für Experience Design. "Es war eine sehr anspruchsvolle Aufgabe, gemeinsam mit MMEK zweckmäßige Einrichtungslösungen für die verschiedenen Räume zu entwickeln", erklärt Nelleke Lagerwerf, Innenarchitektin bei Gispen und Leiterin des Projektes.  "In den Eltern-Kind-Räumen ist beispielsweise der Eltern-Kind-Sessel ein wichtiges Möbelstück. Auf diesem großen, bequemen Sessel kann ein Kind wohlbehütet bei seinen Eltern sitzen. Der Stuhl erfüllt alle hygienischen Anforderungen, denn der Bezug ist aus einem Vinyl-Möbelstoff gefertigt, der einfach zu reinigen ist und sogar desinfiziert werden kann."

Ablenkung, Bewegung und Entspannung

Viel Fingerspitzengefühl und Kreativität bewiesen die Architekten und Designer bei der Ausstattung der Wartebereiche für die Tagesbehandlung, die viele Spielelemente aufweist. Dem Auftraggeber ist es wichtig, den Bedürfnissen der behandelten Kinder gerecht zu werden und ihnen verschiedene Optionen anzubieten, um die Wartezeit während einer Therapie zu überbrücken. Daher sieht es das Behandlungskonzept vor, dass ein Kind während der Chemotherapie im Bett entspannen kann, wenn es das möchte, zur Ablenkung aber genauso gut spielen kann. Dies zu realisieren und dazu noch die Ansprüche an Hygiene und Infektionsschutz zu erfüllen, war eine große Herausforderung.

Gleiches gilt für die stationären Entspannungs- und Spielbereiche. So befindet sich im ersten Stock ein sogenannter Discovery Place – ein Wissenschaftszentrum, in dem Kinder unterschiedlichen Alters alles über ihren Körper und ihre Krankheit erfahren können. Für die jüngeren Kinder entwarfen die Designer im zweiten Stock eine „Baustelle”, für die Jugendlichen gibt es dort eine Teen Lounge. Der Park, ein Treffpunkt für alle, befindet sich im dritten Stock. Das Konzept der unterschiedlichen Erlebnisbereiche hat vor allem einen Zweck: Die jungen Patienten sollen sich nach Lust und Laune bewegen und mit anderen Kindern spielen können, da dies wichtig für deren körperlichen und geistige Entwicklung ist. Darüber hinaus sollte ein Umfeld geschaffen werden, in dem sich auch Eltern und Geschwister der Patienten sicher und willkommen fühlen. Alle Spiel- und Behandlungsflächen haben eines gemein: Sie unterliegen sehr viel Publikumsverkehr und müssen mit robustem und pflegeleichtem Mobiliar ausgestattet sein. Im Idealfall sollten die Möbel gut gepolstert sein und dem ein oder anderen Rempler von spielenden und tobenden Kindern standhalten.

Princess Maxima Center

Kreative Sitzmöbel, die Desinfektionsmittel standhalten

Mobliliar, das gleichzeitig funktional und ästhetisch ist, diesen Anspruch haben Gispen und MMEK perfekt realisiert: Für alle Bereiche gestalteten die Designer gemütliche Sitzelemente in kräftigen modernen Farben. Die Bezugsstoffe hierfür lieferte Vescom. Zum Einsatz kamen die robusten Kunstleder-Dessins Furka Plus und Leone Plus sowie das Vinyl-Dessin Malta in Textiloptik.  Auch die von Gispen entworfenen „Nomi-Stühle”, die sich überall im Gebäude wiederfinden, erhielten Bezüge im Vescom-Design.  Die Stühle zeichnen sich dadurch aus, dass sie bequem, stabil und flexibel einsetzbar sind – dank des undurchlässigen und robusten Bezugsmaterials lassen sie sich nun auch einfach reinigen und mit vielen vom Robert-Koch-Institut freigegebenen Desinfektionsmitteln behandeln. Die Bezüge in verschiedenen Farben können darüber hinaus leicht ausgewechselt und damit je nach Bedarf ausgetauscht werden.

Viel Liebe zum Detail steckt ebenfalls in der Farbgestaltung der Gebäudebereiche. "Es war uns sehr wichtig, alles in die richtige Farbe zu bringen", sagt Nelleke Lagerwerf. "Die Einrichtung der Räume für die ambulanten Behandlungen hat zum Beispiel jeweils ihre eigenen Farbtöne. Hier kam uns die große Farbauswahl der Vescom-Dessins zugute. Außerdem haben die Stoffe eine weiche Haptik und sind trotz ihrer Robustheit sehr einfach zu verarbeiten."

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