Digitalisierung -

Innovative Datenerfassung mal Sicherheit zum Quadrat Der QR-Code feiert 25-jähriges Jubiläum

Der QR-Code wurde 1994 von Masahiro Hara für Denso entwickelt und erhielt 2014 den Europäischen Erfinderpreis. 25 Jahre später kommt die Frage auf, ob der QR-Code ein Sicherheitsupdate benötigt.

Topic channels: Digitalisierung und Datensicherheit

Das „QR“ in QR-Code steht für „Quick Response“ und hebt direkt einen der vielen Vorteile des zweidimensionalen Codes hervor: Er bietet sehr schnell und einfach Informationen – und kann zahlreiche wichtige Daten enthalten. Das schwarz-weiße Quadrat verbreitete sich aufgrund seiner zahlreichen Einsatzmöglichkeiten rasant. Heute ist es aus der Logistik und Industrie, dem Einzelhandel und Marketing sowie der Werbung kaum mehr wegzudenken.

Verschlüsselung sensibler Daten

Da der QR-Code vor 25 Jahren von Denso Wave kostenlos zur Verfügung gestellt wurde, wurde er schnell sehr beliebt. Heutzutage werden, vor allem in Asien, Zahlungen insgesamt im Milliardenbereich über das System getätigt, so das Sicherheitssoftware-Unternehmen Sophos. Der 2-D-Code, der ursprünglich für die Produktionskontrolle in Betrieben entwickelt wurde, leistet heute mehr als bloß Informationen für die mobile Datenerfassung bereitzustellen. Wo Bedenken zu seiner Sicherheit laut werden, können die Experten von Denso Wave Europe gegenhalten. Kaber Kolioutsis, Marketing Communication Specialist, erklärt: „Da die Bedeutung von Datensicherheit stark zugenommen hat, hat Denso den Secure QR-Code (Sqrc) entwickelt. Er ermöglicht die Verschlüsselung sensibler Daten und kombiniert dadurch die einzigartigen Vorteile des QR-Codes mit dem Faktor Sicherheit.“

Zugriff auf Daten nur mit bestimmten Lesegeräten

Optisch ist der Sqrc nicht von einem herkömmlichen QR-Code zu unterscheiden. Er stellt jedoch sicher, dass der Zugriff auf den gesicherten Teil nur mit bestimmten Lesegeräten mit dem entsprechenden Encryption Key möglich ist. Zudem kann der Zugriff auf einen ausgewählten Personenkreis beschränkt werden. Im Gesundheitswesen ist dies ein großer Vorteil: Auf dem Sqrc können der Name und die Nummer eines Patienten im öffentlichen Bereich des QR-Codes gespeichert werden. Die sensiblen Daten, wie zum Beispiel der Krankheitsverlauf, würden hingegen im verschlüsselten Bereich gespeichert, sodass nur der behandelnde Arzt mit dem entsprechenden Lesegerät Zugriff auf die Informationen haben kann.

Kombination mit Gesichtserkennung

Auch die moderne Face Recognition, also die Gesichtserkennung, kann mit dem Sqrc kombiniert werden. Dafür wird zunächst ein Bild des Nutzers gemacht, sodass die persönlichen Gesichtsmerkmale als Daten vorliegen. Anschließend wird mit der Face Sqrc Generation App ein Secure QR-Code erstellt. Die Authentifizierung am Zugangskontrollpunkt erfolgt dadurch, dass die Gesichtsdaten auf dem Sqrc mit den Features verglichen werden, die an der Zugangskontrolle mit der dortigen Kamera aufgenommen werden. „Die Face Recognition ist kein Zukunftsszenario mehr, sondern kann sicher mit dem Secure QR-Code realisiert werden – schnell und einfach“, sagt Kolioutsis. Die Weiterentwicklung des QR-Codes zeigt deutlich, dass er nach 25 Jahren noch wertvoller geworden ist und in seiner Nutzung Vorteile bietet, die den heutigen Anforderungen gerecht werden.

QR-Code ist eine eingetragene Marke von Denso Wave Incorporated.

Weitere Informationen über die Scanner finden Sie auf der Internetseite des Unternehmens. 

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